Designetz: Baukasten Energiewende - Von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft

Das Projekt Designetz startete am 1. Januar 2017 mit einem Projektkonsortium aus 46 Partnern aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Saarland. Darunter ist auch die Energieagentur Rheinland-Pfalz vertreten. „Designetz“ ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Werkzeuge und Lösungen für zukunftsweisende, sichere und effiziente Energieversorgung

Ziel des Schaufensters Designetz ist es, durch optimierte markt-, netz- und systemdienliche Nutzung von Flexibilitäten im Strombereich zu nutzen. Dazu werden Werkzeuge und Lösungen für eine zukunftsweisende, sichere sowie effiziente Energieversorgung für Deutschland geschaffen. Die Schaufensterlösungen dienen als „Blaupause für die Energiewende“, die dadurch einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten können, dass Einspeiseüberschüsse aus Erneuerbaren Energien bedarfsgerecht städtischen und industriellen Lastzentren zur Verfügung gestellt werden.

Für die Weiterentwicklung der rheinland-pfälzischen Energiewende ist das Projekt von großer Bedeutung:

„Das Projekt ‚Designetz‘ ist ein Wegbereiter der dezentralen und klimafreundlichen Energiezukunft in Rheinland-Pfalz. Gerade die Betrachtung der erhöhten Flexibilitätsanforderungen an die Stromnetze in ländlichen und urbanen Regionen ist ein wichtiger Schritt, um die wirtschaftliche und technische Umsetzbarkeit der Energiewende zu demonstrieren“.

Ulrike Höfken, Energie- und Umweltministerin Rheinland-Pfalz, zum offiziellen Start des Projekts.

30 Demonstationsprojekte verteilt über drei Bundesländer

Insgesamt werden rund 30 Demonstrationsprojekte, verteilt über die drei Bundesländer, in ein Gesamtsystem eingebracht. Aus Rheinland-Pfalz bzw. mit rheinland-pfälzischer Beteiligung werden Projekte eingebunden:

  • EWR Netz GmbH: Energiestudio Rheinhessen – Galerie Erzeugung und Galerie Netz
  • Fraunhofer IESE: Datennutzungskontrolle für regionale Flexibilitäten
  • Pfalzwerke AG gemeinsam mit John Deere GmbH & Co. KG,European Technology Innovation Center: SESAM-Farm, Sustainable Energy Supply for Agricultural Machine
  • Stadtwerke Mainz: Energiewende in der Stadt: Power-to-X als multimodaler Systemstabilisator
  • Stadtwerke Trier: Regionales Verbundsystem Westeifel – Teilprojekt Biogas
  • Technische Werke Ludwigshafen (TWL): Dynamische Netzstabilisierung über Lithium-Ionen-Speicher und eine Gasturbine
  • Westnetz GmbH gemeinsam mit Solibra System Montage GmbH und Rhein-Hunsrück-Kreis: Energiewabe Rhein-Hunsrück-Kreis
  • StoRegio e.V.: Flex4Energy
  • Transferstelle Bingen: Virtuelles Kraftwerk der TSB mit 300 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 400 MW

Darüber hinaus sind Institute und Einrichtungen wie die Transferstelle Bingen, die StoRegio e.V. und die Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH Partner des Vorhabens und z.B. in die Erarbeitung technischer Grundlagen und Empfehlungen, Unterstützung der Demonstrationsvorhaben sowie Untersuchungen von im Kontext stehenden Nutzerinteressen und Akzeptanzfragen eingebunden.

Projektpartner aus Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft sowie Politik bringen innerhalb der nächsten vier Jahre ihr Knowhow in das Konsortium ein. Die 13 aus Rheinland-Pfalz beteiligten Partner erhalten hierfür eine Förderung des BMWi von rund 8,6 Millionen Euro.