Förderung und Fördermittelkompass Kommunen

Kommunen können für energetische Maßnahmen zahlreiche Förderprogramme nutzen. Die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums fördert diverse Vorhaben in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen. Mit der Novellierung der Initiates file downloadKommunalrichtlinie wurden einige Förderquoten und Maximalfördersummen erhöht, alte Fördertatbestände wieder aufgenommen und neue hinzugefügt:

  • Beratungsleistungen für Kommunen, die am Beginn ihrer Klimaschutzaktivitäten stehen,
  • Klimaschutz- und Klimaschutzteilkonzepte,
  • Klimaschutzmanagement,
  • Energiesparmodelle an Schulen und Kindertagesstätten inkl. Starterpaket,
  • Einrichtung von Wegweisungssystemen,
  • Mobilitätsstationen mit projektbegleitenden Ingenieursdienstleistungen,
  • Radverkehrsinfrastruktur mit projektbegleitenden Ingenieursdienstleistungen,
  • Radabstellanlagen
  • Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung,
  • Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung,
  • Nachrüstung und Austausch von Lüftungsanlagen,
  • Maßnahmen im Bereich von Siedlungsabfalldeponien.

Neu aufgenommen wurden Förderprogramme für Klimainvestitionen in Kindertagesstätten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten und Schwimmhallen mit teilweise höheren Fördersätzen als im Programm "Investive Klimaschutzmaßnahmen":

  • Sanierung der Außenbeleuchtung
  • Sanierung und Austausch zentraler Lüftungsanlagen
  • Nachrüstung/Ersteinbau dezentraler Lüftungsanlagen in Kitas und Schulen
  • Sanierung der Innen- bzw. Hallenbeleuchtung
  • Einbau von Hocheffizienzpumpen inklusive hydraulischer Abgleich
  • Dämmung von Heizkörpernischen
  • Austausch zentraler gegen dezentrale Warmwasserbereitungsanlagen
  • Nachrüstung einer Wärmerückgewinnung aus Grauwasser in Schwimmhallen und Sportstätten
  • Austausch nicht regelbarer Pumpen gegen regelbare Hocheffizienzpumpen für Beckenwasser in Schwimmhallen
  • Einbau einer Gebäudeleittechnik
  • Einbau von Verschattungsvorrichtungen mit Tageslichtnutzung

Die Antragstellung bei der Kommunalrichtlinie muss bei den meisten Förderprogrammen
vom 01. Januar bis 31. März 2017 und
vom 01. Juli bis 30. September 2017 erfolgen.
Einige Programme können auch ganzjährig beantragt werden.

Neben der Förderung über die nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums werden Vorhaben auch von anderen Institutionen gefördert.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert zahlreiche Maßnahmen, auf die Kommunen zurückgreifen können. Unter anderem gibt es hier ein Förderprogramm für Nahwärmenetze auf KWK-Basis. 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert ebenfalls zahlreiche Projekte im Energiebereich für öffentliche Einrichtungen. Hier werden u.a. Strom- und Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien, Maßnahmen zur Energieeffizienz, Stadtsanierungsmaßnahmen und Quartierskonzepte und viele weitere Maßnahmen mit günstigen Krediten, Tilgungszuschüssen oder Direktzuschüssen gefördert.

Neben den Förderprogrammen der einzelnen Institutionen fördert die Bundesregierung Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sowie Anlagen zur Stromerzeugung auf fossiler Basis über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Aktuelle Auskunft zu den Vergütungssetzungen der einzelnen Anlagentechniken sowie zu Landesförderprogrammen erhalten Sie bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH zum Beispiel über die Hotline Kommunen (siehe rechte Spalte).

Kommunale Gebietskörperschaften, Eigenbetriebe und kommunale Zweckverbände können bei innovativen Vorhaben im Bereich Energie Fördermittel des Bundes beantragen. Beispielsweise können im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms großtechnische Pilotvorhaben mit Umweltentlastungspotenzial gefördert werden. Die Projekte sollten Vorbildcharakter haben und so bisher noch nicht umgesetzt worden sein. 

Rheinland-pfälzische Kommunen können auch von europäischen Fördermöglichkeiten profitieren. Hier läuft aktuell die neue Förderperiode 2014-2020 an. Die Details der Fördermöglichkeiten befinden sich teilweise noch im Abstimmungsprozess. Voraussichtlich werden Kommunen beispielsweise im Rahmen des EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) Förderanträge für die Entwicklung und Umsetzung von integrierten Strategien zur CO2-Reduktion sowie zur Durchführung von Modellprojekten stellen können.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz informiert Kommunen zu Förderprogrammen auf EU-, Bundes- und Landesebene und bietet neben dem Direktkontakt auch eine Hotline für Kommunen (siehe rechte Spalte) an. Alternativ können Sie sich auch schriftlich an folgende Adresse wenden:

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