Blick auf die Geierlay Hängebrücke

Wege aus der Energiepreis-Krise

Steigenden Energiepreisen wirkungsvoll begegnen

Die Preise für fossile Energieträger bleiben hoch und schwanken stark an den internationalen Energiemärkten. Zunehmende geopolitische Risiken machen deutlich, dass auch langfristig kaum mit stabilen Entwicklungen auf dem Weltmarkt zu rechnen ist. Diese globalen Rahmenbedingungen kann keine einzelne Kommune beeinflussen – sie wirken sich aber direkt auf die lokalen Energiepreise aus.

Für Kommunen bedeutet das: Energie- und Betriebskosten steigen, während die Haushaltsplanung schwieriger wird. Gleichzeitig gibt es gute Möglichkeiten zu handeln – vor allem durch weniger Energieverbrauch und den Umstieg auf effizientere und erneuerbare Energien.

Unsere Expert:innen geben Ihnen umsetzbare Orientierung und unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben. Auf Wunsch begleiten wir Sie auch in Ratssitzungen als unabhängige Fachexpert:innen und bringen dort unsere fachliche und unabhängige Perspektive in Entscheidungsprozesse ein. Nehmen Sie direkt über unsere lokalen Regionalbüros Kontakt mit uns auf!

 

Zu unseren Ansprechpartnern bei Ihnen vor Ort

Schritt für Schritt zu geringeren Energiekosten

Gerade die Reduzierung des Energiebedarfs, die effizientere Nutzung kommunaler Gebäude und Anlagen sowie der Ausbau erneuerbarer Energien helfen, die Abhängigkeit von schwankenden fossilen Energiepreisen zu verringern. Das spart langfristig Kosten und stärkt die finanzielle Stabilität der Kommunen.

Kommunen können damit unmittelbar beginnen. Sinnvoll ist ein schrittweises Vorgehen: von schnell umsetzbaren Maßnahmen bis hin zu einer langfristigen, strategischen Planung – zum Beispiel im Rahmen einer Sanierungsstrategie kommunaler Gebäudeportfolios.

Sofortmaßnahmen

  • Im Rahmen einer Dienstanweisung können klare Leitlinien zum Umgang mit Energie festgelegt und kommuniziert werden – Hinweise und Muster finden Sie im Kom.EMS Leitfaden (S. 26)
  • Um kurzfristig handlungsfähig zu sein und zugleich langfristige Maßnahmen zu steuern, empfiehlt sich die Einrichtung einer Arbeitsgruppe Energie. Diese koordiniert alle energierelevanten Aufgaben und sorgt für eine abgestimmte Umsetzung.
  • Wichtig ist die Einbindung aller relevanten Akteure – z. B. Bauamt, Gebäudemanagement, Klimaschutzmanagement, Energiemanagement und Kämmerei. Unsere Fachexpert:innen unterstützen Kommunen dabei, Zuständigkeiten zu klären und geeignete Strukturen für ein kommunales Energiemanagement aufzubauen.
  • Auch die Nutzer:innen der kommunalen Gebäude sowie Hausmeister:innen können durch ihr Verhalten wesentlich zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Eine gezielte Sensibilisierung und regelmäßige Kommunikation helfen, Einsparpotenziale im Gebäudebetrieb zu aktivieren.
  • Gering- und nichtinvestive Maßnahmen ermöglichen schnelle Einsparungen bei Strom, Öl und Gas. Dazu zählen beispielsweise  das Anbringen von Bewegungsmeldern, die Optimierung von Heizungsanlagen oder die bedarfsgerechte Anpassung von Lüftungssystemen. Unsere Fachexperten zum Thema “Kommunales Energiemanagement” beraten Sie hierzu.
  • Wichtig ist, dass das Thema Energie langfristig, strategisch und ressortübergreifend gedacht wird. Dafür sollten in der Verwaltung passende Strukturen, klare Zuständigkeiten und regelmäßige Auswertungen geschaffen werden. Unsere regionalen Ansprechpartner helfen Ihnen dabei.

Mit Energiemanagement gezielt Kosten senken

Ein gutes kommunales Energiemanagement sorgt für den Überblick: Wo wird wie viel Energie verbraucht? Wo entstehen unnötige Kosten? Und wo kann man sparen? Durch systematisches Energiemanagement lassen sich häufig 10 – 30 % der Energiekosten einsparen.

Grundlage dafür sind eine vollständige Übersicht der kommunalen Gebäude, die regelmäßige Erfassung und Auswertung von Strom-, Wärme- und Wasserverbräuchen sowie klare Zuständigkeiten. So lassen sich Großverbraucher und auffällige Verbräuche gezielt identifizieren und passende Maßnahmen entwickeln, priorisieren und umsetzen.

Auch ohne eigene Energiemanagement-Stelle können Kommunen erste Schritte gehen: zusätzliche Zähler, digitale Systeme und strukturierte Datenerfassung schaffen Transparenz. Mit Kom.EMS stellen wir rheinland-pfälzischen Kommunen hierfür ein kostenfreies Werkzeug zur Verfügung.
 

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Langfristige Maßnahmen

Neben kurzfristigen Einsparmaßnahmen kommt es für Kommunen vor allem auf eine klare langfristige Ausrichtung an. Denn steigende Energiepreise und unsichere Märkte machen deutlich: Eine dauerhaft bezahlbare und verlässliche Energieversorgung lässt sich nur durch strukturelle Veränderungen erreichen.

Kommunen haben dabei vielfältige Ansatzpunkte – vom kontinuierlichen Energiemanagement über den Ausbau erneuerbarer Energien und der Umstellung des eigenen Fuhrparks bis zur energetischen Sanierung ihrer Gebäude (sowohl durch Einzelmaßnahmen als auch durch Komplettsanierungen). Entscheidend ist, diese Maßnahmen strategisch zu planen, sinnvoll zu verzahnen und Schritt für Schritt umzusetzen. Entsprechende Strukturen müssen dafür in der Verwaltung etabliert werden.

So entstehen zukunftsfähige Strukturen, die nicht nur Kosten senken, sondern auch die Unabhängigkeit stärken und die kommunale Handlungsfähigkeit langfristig sichern.

Strukturen und Prozesse für eine erfolgreiche Integration

Kommunaler Klimaschutz braucht klare Strukturen, verbindliche Ziele und ein eindeutiges politisches Bekenntnis. Gerade in Zeiten hoher Energiepreise zeigt sich: Kommunen, die Klimaschutz strategisch verankern, schaffen zukunftsfähige Strukturen.

Klimaschutz muss als Querschnittsaufgabe aller Fachbereiche verstanden werden. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, geeignete Prozesse und eine belastbare Datenbasis. Politische Beschlüsse, ein gemeinsames Zielbild sowie konkrete Teilziele schaffen Orientierung und Verbindlichkeit. Darauf aufbauend können Maßnahmen systematisch entwickelt und umgesetzt werden.

Ebenso wichtig ist die operative Steuerung: Monitoring, Analyse und Controlling helfen dabei, Fortschritte sichtbar zu machen und die Zielerreichung zu sichern. Erfolgreicher Klimaschutz ist dabei keine Aufgabe Einzelner. Statt Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfern braucht es dauerhaft verankerte Klimaschutzkoordinationen und interdisziplinäre Teams in der Verwaltung.

Unsere Fachexpert:innen beraten und begleiten Ihre Kommune beim Strukturaufbau, bei der Implementierung eines Controllings und vermitteln Handlungs- und Methodenwissen.

 

Zu unseren Ansprechpartnern im Klimaschutzcontrolling

Energie vor Ort erzeugen, Kosten senken, Unabhängigkeit stärken

Der Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Dächern senkt den externen Strombezug und erhöht – insbesondere in Kombination mit Stromspeichern – die energetische Unabhängigkeit Ihrer Kommune. Gebäude mit großen Dachflächen und vergleichsweise geringem Eigenverbrauch (z. B. Sporthallen) können über geeignete Bilanzierungsmodelle dazu beitragen, andere kommunale Liegenschaften mitzuversorgen.

Auch der Ausbau von Wind- und Solarparks stärkt die regionale Energieversorgung: Er reduziert den Einsatz fossiler Energieträger und kann langfristig zu stabileren und günstigeren Strompreisen beitragen. Durch Beteiligungsmodelle wie kommunale Gewinnbeteiligungen oder Bürgerstromtarife schaffen Sie zusätzliche Einnahmequellen, entlasten den Haushalt und fördern gleichzeitig Akzeptanz und Teilhabe in der Bevölkerung.


Zu unseren Angeboten und Ansprechpartnern im Bereich Erneuerbare Energien

Sanierungsstrategie kommunaler Gebäudeportfolios

Die Abkehr von fossilen Energien braucht Zeit und eine gute Planung. Eine umfassende Sanierungsstrategie für ihren gesamten Gebäudebestand hilft der jeweiligen Kommune, ihre Gebäude Schritt für Schritt zu verbessern und das Ziel einer fossilfreien Wärmeversorgung der Gebäude im Blick zu behalten.  Dabei werden alle wichtigen Punkte gemeinsam betrachtet: der energetische Zustand der Gebäudehülle, die zukünftige Wärmeversorgung und Kühlung, der Einsatz von Solarenergie sowie weitere Anforderungen wie der Brandschutz.

Mit einer klaren Strategie können Maßnahmen sinnvoll festgelegt und nach und nach umgesetzt werden. Eine Checkliste zur Planung einer Sanierungsstrategie finden Sie hier (Link einfügen).

Nach der Planung geht es an die Umsetzung: Ziel sind Gebäude mit geringem Energieverbrauch, klimafreundlicher Versorgung und deutlich niedrigeren Betriebskosten. Für eine schnellere Umsetzung kann auch serielles Sanieren eine gute Lösung sein.


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Kraftstoffkosten senken, unabhängig werden: E-Mobilität für Kommunen

Mit der Umstellung Ihres kommunalen Fuhrparks auf Elektromobilität reduzieren Sie dauerhaft Ihre Abhängigkeit von steigenden Kraftstoffpreisen. Der parallele Ausbau einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur schafft die Grundlage für einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb.

In Kombination mit eigenen Photovoltaikanlagen nutzen Sie lokal erzeugten, kostengünstigen Solarstrom direkt für Ihre Fahrzeuge und steigern so die Effizienz Ihrer Energieversorgung.


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Fördermöglichkeiten nutzen

Ob energetische Sanierung, Heizungstausch oder Investitionen in Wärmenetze – unsere Fachexpert:innen beraten zu passenden Förderprogrammen von Land, Bund und EU und unterstützt bei der Orientierung im Förderdschungel.


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Ansprechpartner in den
Regionalbüros

Wir unterstützen Sie vor Ort bei Ihren Projekten rund um die Energiewende und den Klimaschutz.

 

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Wir beraten Sie gerne

Heute gut entscheiden. Morgen profitieren.

Wie könnte eine rheinland-pfälzische Gemeinde in Zukunft aussehen?
Unser interaktives Zukunftsbild zeigt eine fiktive ländliche Kommune von morgen – als Inspiration für echte Veränderungen.

Entdecken Sie durch einen Klick auf die Hotspots, wie erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und gemeinschaftliches Leben vor Ort zusammenwirken können. Hinter jeder Idee stehen reale Beispiele aus der Praxis, die heute schon zeigen: Der Wandel ist möglich.
 

Erkunden Sie die Vision – und lassen Sie sich inspirieren!