SUPPORT

Support Local Governments in Low Carbon Strategies

Energie- und Klimaschutzkonzepte fördern

SUPPORT ist ein EU-Projekt im Rahmen von INTERREG EUROPE VC. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz ist Teil des durch INTERREG Europe geförderten Projekts SUPPORT mit weiteren Projektpartnern aus Kroatien, Italien, Malta, Rumänien, Schweden, Spanien, Bulgarien und Griechenland. Das Projekt hat eine Laufzeit von Januar 2017 bis Juni 2021 und umfasst eine Gesamtfördersumme von rund 1,9 Mio. Euro.

Ziele

Ziel des Projekts ist es, die Umsetzung vorhandener Energie- und Klimaschutzkonzepte zu fördern, indem Fördermittel, insbesondere EFRE-Mittel, für regionale Akteure zugänglicher werden.

Viele Kommunen in Rheinland-Pfalz haben bereits Energie- und Klimaschutzkonzepte aufgestellt, stoßen bei der Umsetzung jedoch auf Schwierigkeiten. SUPPORT nimmt diese Schwierigkeiten, mit denen viele Kommunen bei der Umsetzung von Energie- und Klimaschutzkonzepten konfrontiert sind, in den Fokus. Ziel ist es, diese „Umsetzungslücke“ zu verringern und, dass vorhandene Finanzierungs- und Förderinstrumente effektiver genutzt werden. Dabei werden zwei Ansätze verfolgt:

  1. Wissen über Möglichkeiten und Verfahren der EFRE-Förderung bei relevanten kommunalen/lokalen Akteuren erhöhen, damit sie diese optimal nutzen können
  2. Versuch die operative Qualität der EFRE-Förderung zu verbessern, mit besonderer Beachtung der Umsetzungslücke bei Energieeffizienz-Maßnahmen

International findet innerhalb des Projekts ein Austausch zwischen den Projektpartnern statt, um zu untersuchen, wie die Strukturfonds in anderen Regionen eingesetzt werden. Aus dem sich entwickelnden Erfahrungsaustausch sollen mögliche Maßnahmen für die eigene Region entwickelt werden. Neben dem internationalen Austausch ist die Einbindung regionaler und lokaler Akteure aus Rheinland-Pfalz vorgesehen, die Wissens- und Entscheidungsträger und potentielle Fördermittelempfänger sind.

Gemeinsam mit diesen Akteuren werden

  • Hemmnisse und Probleme aber auch gute Ansätze bei der Umsetzung von Energie-und Klimaschutzkonzepten diskutiert,
  • Hindernisse für die Nutzung von EFRE-Fördermitteln in Rheinland-Pfalz identifiziert,
  • die Informationslage über Möglichkeiten und Verfahren der EFRE-Förderung erhöht,
  • Maßnahmen zur besseren Nutzung von EFRE-Fördermitteln für die Umsetzung von Energieeffizienzkonzepten entwickelt.

3. Interregionales Seminar in Alba Iulia, Rumänien (9.-11.10.2018)

Ein Fokus des Seminars war das Thema Energiemanagement in kommunalen Gebäuden. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz stellte zusammen mit der VG Bodenheim und der VG Wörrstadt das Pilotprojekt dena-EKM vor. Im Rahmen des Projektes haben beide Kommunen ab 2015 ein Energie- und Klimaschutzmanagement eingeführt. Die kommunalen Vertreter stellten ihre jeweiligen Systeme vor, berichteten von ihren Erfahrungen bei der Einführung und erläuterten die Bedeutung des Energiemanagements für den lokalen Klimaschutz. Der Erfolg der Pilotreihe führte zu einer Ausweitung im Rahmen des Projekts „100 Energieeffizienz Kommunen für Rheinland-Pfalz“.


study visit in Kaiserslautern und Weilerbach (20.06.2018)

Die Projektpartner aus Griechenland und Italien informierten sich in Kaiserslautern und Weilerbach über Energieeffizienz und Klimaschutz in der Kommune. Im Vorfeld äußerte die Gruppe besonderes Interesse an energieeffizienten Kläranlagen. Denn Kläranlagen gehören zu den größten Energieverbrauchern in den Kommunen. Die Kläranlagen Kaiserslautern und Weilerbach sind dabei besonders interessant für die Besucher: die Kläranlage Kaiserslautern ist eine von insgesamt zwei energieneutralen Kläranlagen im Land. Die Gruppenkläranlage Weilerbach ist fast energieautark.

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study visit in Mainz (19.06.2018)

Die Projektpartner aus Griechenland und Italien besichtigten das Zentralklärwerk der Stadt Mainz. Dabei informierten sie sich auch über die im Bau befindliche Klärschlammverbrennungsanlage der Thermischen Verwertung Mainz GmbH (TVM). Nach Reinigung der Mainzer Abwässer muss der übrig gebliebene Klärschlamm entsorgt werden. Derzeit wird Klärschlamm vielfach landwirtschaftlich verwertet. Ziel der Anlage ist es, den entstandenen Klärschlamm thermisch zu verwerten. Das dabei entstandene „Abfallprodukt“, Wärme und Strom,  kann vor Ort zur Versorgung des Zentralklärwerks Mainz verwendet werden und senkt die Energiekosten.

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2. Internationales Seminar in Sevilla (13. - 16.3.2018)

Im Rahmen des Seminars stellte die Energieagentur Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Fraunhofer ITWM und den Stadtwerken Speyer das EFRE-geförderte Projekt „Green Power Grid“ vor: Dabei werden PV, regionale Windkraft und Batteriespeicher koordiniert gebündelt, um lokale Grünstromversorgung anbieten zu können. Das Fraunhofer entwickelt ein Modul zur Steuerung des Systems, das aus 100 bis 120 Anlagenkomponenten besteht.

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