Statusbericht zur Energiewende

Statusbericht zum Stand und Fortschritt der Energiewende im Land

Der Statusbericht der Energieagentur Rheinland-Pfalz zeigt wie sich die Energiewende im Land entwickelt hat und welche Fortschritte erzielt werden konnten – auch anhand des Stands in den einzelnen Landkreisen, Städten und Verbandsgemeinden. Ergänzt werden die Daten durch Praxisbeispiele, Interviews mit Akteuren und Hintergrundthemen. Der erste Statusbericht zur Energiewende wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2015 mit den zum Zeitpunkt der Erstellung des Statusberichtes aktuellsten regional verfügbaren Daten. Die zweite Ausgabe ist im Dezember 2018 erschienen. Datenstand der Broschüre ist das Jahr 2016. Künftig wird der Statusbericht alle zwei Jahre erscheinen und wechselt sich mit dem Energiebericht der Landesregierung ab.

Beim Stromsektor stehen Erneuerbare Energien gut da

2016 war allgemein ein wind- und sonnenschwaches Jahr. Dennoch stellten erneuerbare Energien 45,5 Prozent der Bruttostromerzeugung und gut ein Drittel am Bruttostromverbrauch (31,2 Prozent). Stärkster Energieträger war der Wind mit 58 Prozent oder 4,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Anteil an der EEG-Einspeisung. Durch die Stromerzeugung der PV-Anlagen im Land konnten rund eine Million Tonnen CO2 vermieden werden. In einigen Regionen stieg die eingespeiste Menge aus erneuerbaren Energien an. Insgesamt wurden 2016 sechs Prozent mehr Leistung zugebaut als im Vorjahr.
Wie im Verkehrsbereich (rund fünf Prozent) sind die Erneuerbaren Energien bei der Wärme- und Kälteerzeugung (rund ein Neuntel) weiterhin unterrepräsentiert. Dominant sind die biogenen Brennstoffe und Gase. Vor allem Holz für (Klein-)Feuerungsanlagen spielt im waldreichen Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle bei der regionalen Wertschöpfung.

Daten zur Energiewende ganzjährig im Energieatlas Rheinland-Pfalz abrufbar

Die Statusberichte zur Energiewende in Rheinland-Pfalz sind eine Ergänzung zum bestehenden Online-Portal des Energieatlas Rheinland-Pfalz (www.energieatlas.rlp.de). Darin können Kommunen, Unternehmen, Bürgergenossenschaften, Verbände und die Bürger Daten zu Strom, Wärme, Mobilität und kommunalen Klimaschutzaktivitäten abrufen. Der Energieatlas präsentiert über 260 Praxisprojekte, eigene Energieprojekte können online gemeldet werden. Kommunen erhalten auf Wunsch die auf ihre eigene Verwaltungseinheit bezogenen Daten zum Energiewende-Monitoring Einzugsgebiet grafisch und tabellarisch kostenfrei aufbereitet. Anfragen können Interessenten per E-Mail an datenservice(at)energieagentur.rlp(dot)de richten.

Energiewendemonitoring in Rheinland-Pfalz

Um die Entwicklung der Energiewende zu beobachten und den aktuellen Stand wiederzugeben, übernehmen zentrale Einrichtungen des Landes Aufgaben des Monitorings, insbesondere:

  • das statistische Landesamt mit der amtlichen Energiestatistik und speziell der Energiebilanz
  • die Landesregierung, die alle zwei Jahre einen Energiebericht veröffentlicht und unter Einbezug der amtlichen Energiestatistik eine umfassende Wiedergabe der Entwicklung von Energieverbrauch und -erzeugung als auch energiebedingter Emissionen (CO2, SO2 und NOx) bereitstellt
  • die Struktur- und Genehmigungsdirektionen, die in ihren Raumordnungskatastern alle raumbedeutsamen EE-Anlagen, darunter Freiflächenphotovoltaik, Windkraft- oder Biogasanlagen erfassen. Dargestellt z.B. im Monitoringbericht der SGD-Nord sowie in den Themenkarten der SGD Süd
  • Darüber hinaus erstellen einige Planungsgemeinschaften bzw. Kommunen - etwa im Rahmen ihrer Klimaschutzkonzepte - individuelle, lokale Energieberichte mit regionalen Daten.