14.10.2014

Stromgestehungskosten*: Erneuerbare Energien schon heute teilweise günstiger als konventioneller Kraftwerke

Stromgestehungskosten*: Erneuerbare Energien schon heute teilweise günstiger als konventioneller Kraftwerke

Beim Vergleich von 19 wissenschaftlichen Studien hinsichtlich der aktuellen und bis 2050 prognostizierten Stromgestehungskosten fossiler und erneuerbarer Kraftwerke zeigt sich, dass die Stromgestehungskosten der Windenergie an Land und der Photovoltaik schon heute teilweise günstiger sind als die von konventionellen Kraftwerken (Steinkohle, Erdgas). Zu diesem Ergebnis kommt die Meta-Studie „Stromgestehungskosten verschiedener Erzeugungstechnologien“ der Agentur für Erneuerbare Energien aus Berlin. Zur Studie geht es hier.

Demnach betrugen die Stromgestehungskosten der Onshore-Windenergie im Jahr 2013 zwischen 4,5 und 10,9 Cent pro Kilowattstunde (ct2014/kWh) (Fraunhofer ISE 2013, IE Leipzig et al. 2014), die der Photovoltaik-Anlagen zwischen 7,9 und 16,6 ct2014/kWh (Fraunhofer ISE 2013, ZSW et al. 2014). Beide Technologien lagen damit etwa auf dem Niveau von Erdgaskraftwerken (7,4-12,8 ct/kWh) (Fraunhofer ISE 2013, UK DECC 2012). An günstigen Standorten produzieren Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen sogar zu den gleichen Kosten wie neue Steinkohlekraftwerke (8 bis 10,3 ct2014/kWh; Agora Energiewende 2013, Prognos 2013).

In den berücksichtigten Studien wird darüber hinaus davon ausgegangen, dass die Lernkurven der erneuerbaren Energietechnologien noch nicht ausgereizt sind. D.h.: Ihre Stromgestehungskosten werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch weiter sinken.

 

*Stromgestehungskosten bezeichnen die Kosten, welche für die Energieumwandlung von einer anderen Energieform in elektrischen Strom notwendig sind. Die Stromgestehungskosten ergeben sich aus den Kapital-, Betriebs- und den Brennstoffkosten sowie der angestrebten Kapitalverzinsung über den Betriebszeitraum.