20.06.2016

Solarenergie leistet bedeutsamen Beitrag für Klima- und Umweltschutz

Oft stehen wirtschaftliche Interessen beim Kauf einer Solaranlage im Vordergrund. Diese sind sicherlich nicht zu vernachlässigen, trotzdem sollte auch die Vermeidung von schädlichen Treibhausgasen bei der Kaufentscheidung mit in die Betrachtung gezogen werden. Bei der Umwandlung von fossilen Rohstoffen in Wärme und Strom werden Treibhausgase, Feinstaubpartikel und gesundheitsgefährdende Stoffe in die Umwelt entlassen, die nicht nur das weltweite Klima verändern, sondern auch negativen Einfluss auf die Gesundheit von Menschen haben können. Allein in Deutschland werden laut einer Studie jedes Jahr sieben Tonnen Quecksilber durch die Verbrennung von Kohle freigesetzt. Deutschland ist damit trauriger Spitzenreiter auf europäischer Ebene bei der Emission von Quecksilber. Um eine solche Menge Quecksilber freizusetzen, müssten jährlich 3,5 Millionen Energiesparlampen entwertet und  entsorgt werden.

Der Anteil der regenerativen Energien am deutschen Primärenergiemarkt ist zwar in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, aber allein im Stromsektor emittierte Deutschland laut dem Umweltbundesamt im Jahr 2015 rund 535 g Kohlendioxid pro erzeugter Kilowattstunde (kWh). Dies liegt am hohen Anteil der Braun- und Steinkohle an der deutschen Stromerzeugung. Bei diesem Energieträger wird pro Kilowattstunde, die beim Endverbraucher ankommt, rund 1.100 g bei Braunkohle und ca. 900 g Kohlendioxid bei Steinkohle freigesetzt. Was dies für das Klima bedeutet: Die Jahresdurchschnittstemperaturen werden steigen und es kommt zu einer Häufung von Extremwetterereignissen, wie Hitzewellen oder Unwettern mit Starkregenereignissen.

Beim Betrieb einer PV-Anlage oder Solarthermie-Anlage fallen keine Emissionen von Kohlendioxid an. Wird der Herstellungsprozess der Anlagen in die Betrachtung einbezogen, ergibt sich laut dem Umweltbundesamt eine Kohlendioxid-Emission von rund 50 g/kWh bei PV-Anlagen und rund 25 g/kWh bei Solarthermie-Anlagen. Wird  dies auf den Betrieb einer 5 kWp-Photovoltaik-Anlage umgerechnet, so spart der Betreiber 2,5 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ein.

Schätzen Sie mal – Eine Frage für Wissbegierige und Kenner!

Die heutige Frage lautet: Wieviel Solarenergie schickt uns die Sonne in einem Jahr auf die Erdoberfläche?

Auflösung der Frage vom 17.06.2016: Wie hoch ist der jährliche Primärenergiebedarf weltweit?

Der jährliche Primärenergieverbrauch der Welt lag 2015 bei ca. 150 PWh (IEA, Energy Outlook 2015). Umgerechnet in Kilowattstunden sind dies 150.000.000.000.000 kWh. Um einen solchen Energiebetrag zu generieren, wären 19.000 Atomkraftwerke nötig - weltweit sind aktuell rund  450 Atomkraftwerke im Einsatz. Bei einem Energiebetrag von 150 PWh, müsste ein Wasserkocher mit einer Leistung von 2 kW rund 8 Milliarden Jahre Wasser erhitzen. Oder anders ausgedrückt: Die sieben Milliarden Menschen, die auf der Erde aktuell leben, müssten einen 2 kW-Wasserkocher circa 60 Wochen betreiben.