27.06.2016

Klagelied für den Klimaschutz

Auf einer Eisscholle vor dem Wahlenbergbreen-Gletscher treibend spielt der italienische Starkomponist Ludovico Einaudi konzentriert auf einem schwarzen Flügel. Die zerbrechlich wirkenden Eisberge der Küste Spitzbergens (Norwegen) bilden eine fast unwirkliche Kulisse, in das sich das Klagelied traurig einfügt. Mit dieser Aktion möchte Einaudi gegen die Zerstörung der Arktis protestieren und darauf hinweisen, dass die weltweiten Wärmerekorde unter anderem zum Rückgang der arktischen Gletscherführen führen. Hier geht es zum Opens external link in new windowVideo.

Das Jahr 2015 war weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1880, teilt die US-amerikanische Wetterbehörde NOAA mit. Und auch in Rheinland-Pfalz sind Auswirkungen spürbar: Dort, so das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz, lag die Mitteltemperatur im Jahr 2015 mit 10,2 °C um 1,6 °C über dem langjährigen Mittel von 8,6 °C. Und auch das Jahr 2016 zeitigt immer neue Wärmerekorde.

 

Der Weltklimavertrag von Paris: Global verhandeln – lokal handeln

Vor dem Hintergrund der oben genannten Zahlen zur Erderwärmung muss dem Klimawandel entschieden begegnet werden. Das im wärmsten Dezember seit Aufzeichnungsbeginn verhandelte Pariser Klimaschutzabkommen formuliert denn auch ambitionierte Ziele zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgasemissionen.

Dieser ehrgeizigen Zielsetzung muss folglich eine konsequente und praktikable Umsetzung folgen. Das Land Rheinland-Pfalz ist in Bezug darauf mit dem zielformulierenden Öffnet externen Link in neuem FensterLandesgesetz zur Förderung des Klimaschutzes (2014), dem Öffnet externen Link in neuem FensterLandes-Klimaschutzkonzept (2015) und der im Jahr 2012 errichteten umsetzungsorientierten Energieagentur bereits strategisch und strukturell aufgestellt.

Hinsichtlich der Umsetzung ist die lokale Ebene dabei in besonderem Maße gefragt: Denn in den Kommunen wird aufgrund der räumlichen Konzentration, der komplexen Strukturen und der unterschiedlichen Nutzungen (Wohnen, Produktion, Handwerk, Mobilität, Freizeit) ein großer Teil klimarelevanter Emissionen erzeugt. Kommunales Handeln orientiert sich dabei nicht ausschließlich an gebotenen Erfordernissen, sondern ist vor allem an lokale Rahmenbedingungen gebunden. Sinnvoll ist es daher, Ziele zu formulieren und Maßnahmen zu entwickeln, die auch die realistische Chance bieten, durch kommunales Handeln vor Ort eigenständig oder mit Unterstützung von kompetenten Partnern erreicht zu werden. 

 

Die Energieagentur: Ein starker Partner im kommunalen Klimaschutz

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz setzt seit Jahren Impulse für lokale Klimaschutz-/Energiewende-Aktivitäten in den Kommunen. Unabhängig davon, ob die Kommune

 

  • noch am Anfang des Klimaschutzprozesses steht und nach einem passenden Einstieg in das Thema sucht oder
  • bereits aktiv ist, eventuell sogar ein Konzept besitzt, und Unterstützung bei der Vertiefung konkreter Planungen Themen und Aktivitäten benötigt oder
  • bereits bestehende Ideen und Maßnahmen- und Projektideen Prioritäten im Sinne einer Priorisierung filtern möchte, um eine zielführende Strategie zu entwickeln,

unterstützt die Energieagentur Rheinland-Pfalz alle Kommunen mit dem Ziel, Maßnahmen und Projekte anzustoßen und umzusetzen.

Neben der Themenidentifikation informiert die Energieagentur unter anderem über alle öffentlichen Fördermöglichkeiten und vermittelt Kontakte zu umsetzungserfahrenen Ansprechpartnern von erfolgreichen Beispielen, informiert über Potenziale und Möglichkeiten in dem Bereich „Energiewende/ Klimaschutz“ und führt Energieaktionstage an Schulen durch.