08.07.2014

Energiewende in Rheinland-Pfalz auf Amerikanisch

Das Regionalbüro Westpfalz der Energieagentur Rheinland-Pfalz hat die Delegation einer amerikanischen Universität in Kaiserslautern rund um das Thema Energiewende informiert.

Im Rahmen der „GO GREEN“ genannten Deutschland-Tour besuchte Professor Pat Fox mit 20 Studentinnen und Studenten von der „School of Engineering and Technology“ der Indiana University Purdue University Indianapolis die Westpfalz. Im energieeffizienten ETA-Gebäude auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern informierte das Regionalbüro Westpfalz die Delegation der IUPUI über den aktuellen Stand und über die Potenziale der Energiewende im Land:

In Rheinland-Pfalz betrug der Strom-Anteil aus erneuerbaren Energien im Jahr 2011 29,4 Prozent. Im Jahr 2012 betrug die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien in der Region Westpfalz 575 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht ungefähr dem Jahresstromverbrauch von 164.000 Drei-Personen-Haushalten (bei einem angenommenen Verbrauch von 3.500kWh/Jahr). Der regenerativ erzeugte Strom konnte seit dem Jahr 2007 in der Westpfalz um 66 Prozent gesteigert werden.

Neben den beeindruckenden Ausbauzahlen von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus regenerativen Quellen beeindruckte die amerikanischen Gäste vor allem die Zunahme der durch die Energiewende geschaffenen Arbeitsplätze sowie der heutigen und zukünftigen „job opportunities for engineers“.

Insgesamt waren dem Sektor Erneuerbare Energien im Jahr 2012 in Deutschland 378.000 Arbeitsplätze zuzuordnen; 72 Prozent dieser Arbeitsplätze sind auf den Effekt des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (kurz: EEG) zurückzuführen. Beschäftigungsmöglichkeiten liegen derzeit in den Bereichen Wind, Photovoltaik und Biomasse. Neben diesen wird in Zukunft wohl zusätzlich der Bereich Wärmegewinnung (z.B. durch oberflächennahe Geothermie) eine bedeutende Rolle spielen.