Forum VI: Klimaneutrale Verwaltung

Dr. Karin Zimmermann und Marco Weiler bei der
Vorstellung des Projekts
"Klimaneutrale Landesverwaltung"
Foto: Energieagentur RLP/Sonja Schwarz

Das Forum "Klimaneutrale Verwaltung" hatte zum Ziel, den TeilnehmerInnen einen Einblick in die Vielfalt klimarelevanter Aspekte im Verwaltungshandeln zu geben.

Zunächst stellte die Energieagentur Rheinland-Pfalz hierzu das Vorhaben einer Klimaneutralen Landesverwaltung anhand des Pilotprojektes in Rheinland-Pfalz vor. Der ganzheitliche, themenübergreifende Ansatz des Projektes verschafft den Teilnehmern einen breiten Überblick zu verschiedenen Handlungsfeldern, wie etwa Liegenschaften, Beschaffung und Mobilität. Akzeptanz und Teilnahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sind wichtige Säulen und unabdingbar für den Erfolg eines solch komplexen Projektes. Als ebenso wichtig wurden stimmige Rahmenbedingungen erachtet. Hierzu zählt beispielsweise eine angemessene finanzielle Ausstattung, aber auch der passende rechtliche Rahmen. Im Kontext der Landesverwaltung wurden Anpassungen der Landeshaushaltsordnung (LHO) und Verwaltungsvorschrift (VV) als erforderlich angesehen.

Christian Knops
Foto: Energieagentur RLP/Sonja Schwarz

Christian Knops, Grüner Strom Label e.V., gab Einblicke in den Einkauf von Öko-Strom in Verwaltungen und Unternehmen. Knops machte deutlich, dass das Label "Öko-Strom" kein geschützter Begriff ist und somit keine Transparenz für potenzielle Kunden am Markt besteht. Umso wichtiger sind hingegen neutrale Labels, die "echten" Öko-Strom kennzeichnen und sicherstellen, dass neue Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien getätigt werden. Unter Beachtung entsprechender Kriterien bei der Beschaffung, lohnt sich eine Stromausschreibung für öffentliche und private Verwaltungen seiner Einschätzung nach fast immer. Entsprechende Unterstützung hierfür gebe beispielsweise beim Umweltbundesamt.

Dr. Sabine Gersch
Foto: Energieagentur RLP/Sonja Schwarz

Dr. Sabine Gresch, Vertreterin der Stadt Mainz, Lokale AGENDA 21, referierte zur öko-sozialen Beschaffung in der Stadt Mainz. Die Stadt arbeitet seit etwa 25 Jahren an dem Thema und hat in den letzten Jahren durch Fördermittel relevante Optimierungen des eigenen Systems erzielt. Als zentrale Herausforderung wurde auch hier die Mitnahme und Motivation von MitarbeiterInnen und einzelnen Beschaffern genannt. Das Handeln muss gesteuert und in Gewohnheiten übergeleitet werden. Reines Begreifen der Notwendigkeit ist nicht ausreichend für einen Erfolg im Beschaffungswesen. Um dies zu erreichen, wurde der zentrale Beschaffungskatalog der Stadt maßgeblich überarbeitet und nach Möglichkeit mit klimafreundlichen Produkten befüllt. Ein relevanter Teil der Produkte kann nach ihren Aussagen derzeit noch nicht durch ökologische Produkte ersetzt werden.

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