Forum III: Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität

Das Thema Elektromobilität nimmt rapide an Fahrt auf. Da der Verkehrssektor rund ein Drittel des Endenergieverbrauches für sich beansprucht und somit für erhebliche CO2- als auch für Stickstoff-Emissionen sorgt, spielen alternative Antriebe für den Klimaschutz eine zunehmend wichtige Rolle. Durch das Forum "Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität" führte Jun.-Prof. Dr. Daniel Görges, der sich an der Technischen Universität Kaiserslautern mit der Thematik auseinandersetzt. Michael Schramek vom Consulting-Unternehmen Ecolibro aus Troisdorf, gab einen Überblick über die Entwicklung der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge sind bereits heute interessant für die Integration in die Fuhrparks von Kommunen und Unternehmen und können durch die geringen Betriebskosten wirtschaftlich betrieben werden. Wenn die Reichweiten bei zukünftigen Modellen immer weiter zunehmen und gleichzeitig die Anschaffungskosten sinken, auch aufgrund der rasanten Entwicklung bei der Batterietechnologie.

Die Deutsche Post DHL Group setzt mit StreetScooter derzeit Deutschlands größtes Elektromobilitätsprojekt um. Der Konzern möchte mit seiner Go-Green-Kampagne den CO2-Ausstoß senken und damit seiner Vorreiterrolle gerecht werden. Andreas Sujata gewährte den Zuhörern einen Einblick in das Großprojekt: Stand heute betreibt die Post rund 3.000 Elektrofahrzeuge und 10.000 Pedelecs; perspektivisch wird die Zahl auf 30.000 Elektrofahrzeuge ansteigen.  Acht Millionen Kilometer wurden inzwischen von der Post elektrisch zurückgelegt. Das Modell StreetScooter "Work" wurde speziell für den Zustellbetrieb optimiert, wird auch für Drittkunden angeboten werden. Es soll schnell eine Produktionskapazität von 25.000 Fahrzeugen pro Jahr erreicht werden. Durch spezielle Aufbauten können auch Handwerksbetriebe und kommunale Betriebe von dem Fahrzeug profitieren. Die Folgekosten, wie etwa Wartung, liegen bei dem Elektrofahrzeug etwa 80 Prozent unter den Kosten vergleichbarer Verbrenner-Fahrzeuge.

Dr. Peter Götting stellte abschließend die beiden Mobilitätsprojekte der Energieagentur Rheinland-Pfalz vor. Die landesweite "Lotsenstelle für alternative Antriebe" und das Projekt "Elektromobilität im ländlichen Raum" im Westerwald werden zukünftig den Kommunen zur Seite stehen und sie bei deren Vorhaben im Bereich der Mobilitätswende unterstützen. 

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