30.05.2018

Rodenbacher Ingenieurbüro Dahlem erhält die Klimaschutzplakette „H.ausgezeichnet“

Im Rahmen eines ‚Tages der offenen Tür‘ feierte das Ingenieurbüro Dr. Karl-Heinz Dahlem am vergangenen Dienstag den Einzug in seine neu sanierten Büroräume. Das ehemalige Rathaus aus dem Jahr 1905 wurde grundlegend saniert wobei auf hohe Energieeffizienz geachtet wurde. Das Projekt ist aus zweierlei Sicht bemerkenswert. Zum einen zeigt es, dass hohe energetische Standards auch an bestehender Bausubstanz zu erreichen sind. Zum anderen wird sichtbar, dass Modernisierungen am Gebäudebestand einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung des Ortskerns leisten können. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz ehrt diesen Einsatz mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterKlimaschutzplakette „H.ausgezeichnet“. Landrat Ralf Leßmeister übergab, gemeinsam mit Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Plakette an Karl-Heinz Dahlem. Gleichzeitig wurde das Gebäude mit dem Meilenstein auf dem Weg zum „Zero Emission Village" der Verbandsgemeinde Weilerbach ausgezeichnet. Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Weilerbach, Anja Pfeiffer, sowie Ortsbürgermeister Ralf Schwarm gratulierten zu den beiden Auszeichnungen.

Das Gebäude wurde von Juni 2017 bis März 2018 im laufenden Bürobetrieb grundlegend saniert. "Unser Hauptanliegen war es, mit der umfangreichen energetischen Sanierung wesentlich zum Klimaschutz beizutragen. Mit der 85-prozentigen Energieeinsparung gehen auch 85 Prozent Kohlendioxid-Einsparungen einher. Ein weiterer, nicht zu verachtender Aspekt, den eine solche Sanierung noch mit sich bringt, ist die Steigerung der Behaglichkeit. Meine Mitarbeiter sind nach der energetischen Sanierung durch die höheren Oberflächentemperaturen im Winter nun viel zufriedener mit ihrem Arbeitsumfeld: Kalte Füße und Zugerscheinungen gehören der Vergangenheit an. Mit den Lüftungsanlagen hat man zu jeder Zeit eine gute Luftqualität, ohne dass extrem kalte Außenluft durch den Lüftungsvorgang in die Räume gebracht wird. Ein Öffnen der Fenster ist trotzdem jederzeit möglich, wenn es gewünscht ist." so Karl-Heinz Dahlem.

Gegenüber dem unsanierten Zustand beträgt die Energieeinsparung mehr als 85 Prozent. Der hohe KfW-Effizienzstandard 55 wurde durch eine technisch hochwertige Gebäudehülle und eine effiziente Anlagentechnik erreicht. Beheizt wird das Gebäude durch eine Gasbrennwerttherme. Die Belüftung erfolgt durch eine zentrale Lüftungsanlage, die mit dezentralen Anlagen kombiniert ist. Beide Anlagen sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Abgerundet wird das energetische Konzept des Gebäudes durch eine Photovoltaikanlage mit einer Ertragsprognose von 8.900 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a). Der Strombedarf des Gebäudes kann damit mehr als abgedeckt werden.