24.09.2014

„Von wegen, Verwaltungen können nicht innovativ sein!“

Die Verbandsgemeinde Wallmerod stellt im Rahmen der Aktionswoche die Brennstoffzelle im Verwaltungsgebäude vor. Das Projekt ist bislang einzigartig in der Region und lockte am Mittwochnachmittag viele interessierte Gäste ins Rathaus.

Das Projekt konnte gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Energieversorgung Mittelrhein (evm) und unter Beteiligung des Ingenieurbüros Wolf aus Oberlahr und Schlaug Consulting realisiert werden. Es wurde ein höchst innovatives Konzept gewählt, das in dieser Kombination sogar einmalig in ganz Rheinland-Pfalz ist.

„Wir realisieren hier eine intelligente Kombination bewährter und neuer Technologien, um eine maximale Effizienz zu erzielen“, sagte Bürgermeister Klaus Lütkefedder bei der Präsentation der Brennstoffzelle. „Hier in der Verbandsgemeinde ist die erste Brennstoffzelle im Westerwald in Betrieb gegangen. Damit wird zukünftig ganzjährig Strom produziert, der vorrangig für die Klimatisierung des Rechner- und Serverraums selbst verbraucht wird“, so Lütkefedder weiter. „Von wegen, Verwaltungen können nicht innovativ sein!“

Die Abwärme der Brennstoffzelle wird zur Vorwärmung der Ansaugluft für eine Gas-Luft-Wärmepumpe genutzt, so dass diese einen noch besseren Wirkungsgrad erreicht. Für Spitzenlasten steht eine Kaskade aus zwei Gasbrennwertkesseln zur Verfügung. Die Wärmeabgabe wird über eine moderne Steuerung mit eigens eingerichteten Pufferspeichern geregelt. Dadurch wird die installierte Heizleistung fast halbiert, es werden Einsparungen von rund 50 % erwartet.

Die Brennstoffzelle stammt von Ceramic Fuel Cells aus Heinsberg. Die Kosten für die gesamte Heizungsanlage belaufen sich auf insgesamt rund 113.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit einem Zuschuss von 50 % aus Mitteln des Investitionsstocks. „Mit der ersten Brennstoffzelle im Westerwald, der optimierten Wärmerückgewinnung und einer maximalen Effizienz wird hier im Rathaus sozusagen ‚Energiesparen hoch drei‘ betrieben!“, erklärt Lütkefedder. Roland Wolf von IBW brachte es auf den Punkt: „Wir benötigen diese sog. Vorturner, die als gutes Beispiel vorangehen! Hier in Wallmerod geht man die Projekte an!“

Für Rückfragen zum Projekt stehen Ihnen Bürgermeister Lütkefedder und sein Team gerne zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.energiemittendrin.de