27.07.2017

Verbandsgemeinde Puderbach nutzt Klärschlamm künftig zur Erzeugung von Strom und Wärme

„Mit Klärschlamm steht uns ein kostengünstiger Rohstoff zur Erzeugung von erneuerbarer Energie ständig zur Verfügung“, erklärte Energiestaatssekretär Thomas Griese und überreichte Puderbachs Verbandsgemeindebürgermeister Volker Mendel einen Zuschuss für Energiesparmaßnahmen an der Kläranlage „Hölzches Mühle“.

Der laufende Umbau der Kläranlage in der Verbandsgemeinde Puderbach gehört zu den großen abwassertechnischen Projekten des Landes. Von 2010 bis 2019 wird die Anlage im Landkreis Neuwied mit Investitionen über 18 Millionen Euro saniert. Damit werde die Qualität der Gewässer verbessert und zugleich ein Beitrag zur Energiewende im Land geleistet, erklärte der Staatssekretär. Unter anderem wird in Zukunft Biogas erzeugt, mit dem der gesamte Wärmebedarf sowie ein Großteil des Strombedarfs abgedeckt werden kann. „Die Nutzung von Biogas ist ein Schlüssel unserer zukünftigen, erneuerbaren Energieversorgung vor Ort. Denn Biogas kann gespeichert werden und bei Bedarf schwankenden Strom aus Wind und Sonne ausgleichen“, betonte Griese.

Die Anlage erhält für bereits geleistete Energiesparmaßnahmen einen Zuschuss über 131.570 Euro. Kläranlagen gehören zu den größten Energieverbrauchern der Kommunen. Von der Steigerung der Energieeffizienz an der Kläranlage profitieren also nicht nur Umwelt und Klima, die modernisierte Kläranlage trage auch zur Kostensenkung in der Kommune bei, so der Staatsekretär.