03.12.2015

Salzer Realschüler spüren Stromfresser auf

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c von Frau Gabriele Kreß sind nun „Stromdetektive“

23 Fünftklässler der Realschule plus in Salz sind von der Energieagentur Rheinland-Pfalz als „Stromdetektive“ ausgezeichnet worden. Stolz halten die jungen Detektive der Klasse 5c ihre Urkunden in den Händen, die sie sich für die erfolgreiche Spurensuche nach Stromfressern im eigenen Zuhause verdient haben.

„In Paris ist gerade ein Treffen, wo über Klimaschutz gesprochen wird“, sagt Lennard, der einen Bericht über die Weltklimakonferenz in den Nachrichten gesehen hat. Das Thema müsse wohl sehr bedeutsam sein, wenn rund 190 Staats- und Regierungschefs zusammenkommen, um über die Begrenzung des Ausstoßes von Treibhausgasen zu verhandeln, stellt die Klasse fest. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich im Rahmen der Aktion „Stromdetektive“ für zwei Doppelstunden mit den Themen Energiegewinnung und Energieeinsparung. „Jeder Schüler hat ein Strommessgerät mit nach Hause genommen und dort den Stand-by-Verbrauch unterschiedlicher Haushalts- und Elektrogeräte gemessen und dokumentiert. Die Benutzung der Messgeräte haben wir vor 14 Tagen in der Klasse geübt und außerdem gemeinsam Ideen entwickelt, wie sich Energie einsparen lässt“, berichtet Florian Strunk, Referent im Regionalbüro Westerwald der Energieagentur, der die Klasse bei der Aktion unterstützte. „Dabei hatten die Kinder tolle und kreative Vorschläge und sich vorgenommen, auch den Umgang ihrer Eltern und Geschwister mit Stromfressern künftig ganz genau im Blick zu behalten.“

Ein Schüler errechnete nach seinen Messungen zuhause, dass mehr als 133 Euro Stromkosten im Jahr allein durch die Vermeidung der Stand-by-Verbräuche bei den 19 gemessenen Elektrogeräten eingespart werden könnten. Das Geld – oder zumindest ein Teil davon – sei beispielsweise als Taschengeld viel besser geeignet, so die logische Schlussfolgerung. Auch der Austausch von alten Glühlampen gegen effiziente LED-Lampen ist sehr sinnvoll, erarbeitete die Klasse bei der Demonstration verschiedener Leuchtmittel. Die Anschaffung von LED-Lampen kostet zwar etwas mehr, durch den sehr geringen Stromverbrauch und die lange Lebensdauer ist die Umrüstung aber bereits sehr schnell rentabel. Neben den geringeren Energiekosten geht es aber vor allem um die Senkung der Treibhausgasemissionen und damit um den Klimaschutz. Die Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom verursacht knapp 500 g Kohlenstoffdioxid, das für die drastische Zunahme der Erderwärmung verantwortlich ist.

Beigeordneter Werner Türk besuchte die „Stromdetektive“ und erklärte: „Es freut mich, dass die Klasse bei der Aktion mitmacht. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule in Salz befassen sich schon seit vielen Jahren intensiv mit Möglichkeiten Energie zu sparen und sind dabei sehr erfolgreich, was sich in der Höhe des ausgezahlten Energiebonus durch die Verbandsgemeinde widerspiegelt.“ Die Verbandgemeinde Wallmerod belohnt bereits seit 2010 die Bemühungen ihrer Schulen den Energieverbrauch zu senken mit dem Energiebonus; 50 Prozent des eingesparten Geldes fließen an die Schulen zurück.

Die Ausbildung der „Stromdetektive“ in Salz bildet den Abschluss der Kampagne „Cleveren Verbrauch kannst Du auch!“, mit der die Verbandsgemeinde Wallmerod über den gesamten Monat November ihre Bürgerinnen und Bürgern über den bewussten Umgang mit Energie informierte. Das Regionalbüro Westerwald der Energieagentur unterstützte die Gemeinde über die Stromdetektiv-Aktion hinaus mit einem Informationsabend im Rathaus und dem „Stromcheck für zuhause“, der den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit bot, Strommessgeräte auszuleihen.