03.03.2015

"Energieeffizienz ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Energiewende"

Veranstalter und Referenten (v.l.n.r.): Ina Heidelbach, Kreisverwaltung, Peter Müller, Energieagentur RLP, Martin Buchholz, ISR-Windhagen e.V., Eric Weßler, ISO protect GmbH, Timo Gensel, LUWG RLP, Oliver Franz, Kreisklimaschutzmanager, Achim Hallerbach, 1.Kreisbeigeordneter, Harald Schmillen, Mittelstandsförderung, Jürgen Stuermer, TÜV Süd.

Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien steht die Energieeffizienz an oberster Stelle bei der Umsetzung des Kreisklimaschutzkonzeptes. Viele Unternehmen vertrauen nicht auf derzeit niedrige Energiepreise. Diese „Energiepreisblase“ könne wieder schnell platzen und zu erheblichen Kostensteigerungen in Produktion und Dienstleistung führen, waren sich die über 30 Teilnehmer des Unternehmertreffens mit dem Titel „Energieeffizienz lohnt sich!“ in Windhagen einig. Die Umweltabteilung der Kreisverwaltung hatte gemeinsam mit der ISR e.V., der Mittelstandsförderungsgesellschaft und der Energieagentur des Landes eingeladen, um auch die steigende Relevanz von Energiekosteneinsparungen für Unternehmen zu beleuchten.

Die gute Resonanz auf die Einladung zu einem Unternehmerfrühstück mit dem Titel „Energieeffizienz lohnt sich!“ in Windhagen zeigte, dass viele Unternehmen nicht auf derzeit niedrige Energiepreise vertrauen und um die steigende Relevanz von Energiekosteneinsparungen für ihr Unternehmen wissen. Die Informationsveranstaltung der Umweltabteilung der Kreisverwaltung wurde daher mit großem Interesse angenommen.

 Der 1. Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Achim Hallerbach betonte, dass ihm das Thema „Energieeffizienz in Unternehmen“ aus zweierlei Gründen auch ganz persönlich am Herzen liege: „Energieeffizienz ist sowohl ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Energiewende und der Klimaschutzanstrengungen im Landkreis, wie auch für die Wettbewerbsfähigkeit jedes einzelnen Unternehmens und der Wirtschaft in der Region insgesamt. Und ich sehe hier großes Potential für die Wettbewerbsfähigkeit und den Klimaschutz im Landkreis.“

In Fachvorträgen wurde konkret aufgezeigt, welche geförderten Beratungsangebote und sonstige Unterstützungen Unternehmen zur Verfügung stehen. Timo Gensel vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbe stellte die vom Land geförderte Eff-Check-Beratung vor, die bereits von 125 Betrieben in Anspruch genommen wurde. Die Ergebnisse überzeugten die Teilnehmer. Vor allem bei den sogenannten Querschnittstechnologien wie der Informations- und Drucklufttechnik und der Beleuchtung können erhebliche Energieeinsparungen wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden.

Dies bestätigte auch Erik Weßler, Geschäftsführer der ISO protect GmbH aus Dierdorf-Wienau in seinem aufschlussreichen Erfahrungsbericht. In dem mittelständischen Betrieb konnten mit der Eff-Check-Beratung alleine die Stromkosten innerhalb eines Jahres um beachtliche 27 Prozent reduziert werden. Weßler ist überzeugt, dass weitere Einsparungen möglich sind und betont, dass ihm persönlich auch der Aspekt des Umweltschutzes wichtig sei.

Licht in das Dunkel des Förderdschungels brachte Peter Müller vom Regionalbüro Westerwald der Energieagentur Rheinland-Pfalz und informierte die Teilnehmer über die wichtigsten Förderangebote.
Was ein Energiemanagementsystem für ein Unternehmen leisten kann und welche steuerlichen Vorteile möglich sind, war das Thema des Vortrags von Jürgen Stuermer von der TÜV SÜD Management GmbH.

Die gute Resonanz und die angeregten Gespräche in den Pausen waren für den 1.Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach eine Bestätigung des gewählten Veranstaltungsformats. „Ich sehe den Wert der Veranstaltung auch darin, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke aufzubauen“, vermerkte Hallerbach bereits in seiner Einführung. Insbesondere müsse der kleine- und mittelständische Bereich viel stärker unterstützt werden.

Oliver Franz, der als Kreisklimaschutzmanager die Veranstaltung organisierte und moderierte, zog eine positive Bilanz und kündigte an: „Wir möchten die Unternehmensveranstaltungen zum Thema Energieeffizienz in den Regionen weiterführen sowie die Bildung moderierter Energieeffizienz-Netzwerke initiieren“. Rückenwind bekommt diese Idee durch die im Dezember gestartete nationale „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“ der Bundesregierung. Die Erkenntnis setzt sich auf allen Ebenen durch: „Energieeffizienz lohnt sich!“