15.04.2016

Die Energiewende als Friedensstifter

Als am Mittwochabend das Publikum in der sehr gut besuchten Wied-Scala in Neitersen applaudierte, war dies nicht dem Anpfiff des Champions-League-Spiels in Lissabon geschuldet, sondern der Filmpremiere des Dokumentarfilms „Power to Change – Die EnergieRebellion“ und dem Besuch des Regisseurs Carl-A. Fechner, der Punkt 20:45 Uhr die Bühne betrat. In der anschließenden Gesprächsrunde mit dem Regisseur und regionalen Klimaschutzakteuren entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über den Film und die Energiewende.

Eindrücke von der Veranstaltung finden Sie in Öffnet internen Link im aktuellen FensterFotogalerie.

Möglich wurde die Veranstaltung durch eine Kooperation der gemeinsamen Öffnet externen Link in neuem FensterKlimaschutzinitiative des Landkreises Altenkirchen und seiner Verbandsgemeinden, dem Regionalbüro Westerwald der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Öffnet externen Link in neuem FensterEnergie-Genossenschaft Maxwäll sowie dem Programmkino Wied-Scala in Neitersen, welches das passende Ambiente bot.

In seinem 90-minütigen Dokumentarfilm präsentierte Carl-A. Fechner über verschiedene Handlungsstränge die Energiewende in seinem ganzen Facettenreichtum und zeigte auf, dass eine dezentrale und regionale Energieversorgung basierend auf 100 Prozent erneuerbaren Energien möglich ist. „Es bedarf einer Vielzahl an Energierebellen, die mit Begeisterung, Überzeugung und Beharrlichkeit, Projekte voranbringen. Viele kleine Projekte, die alleine betrachtet unbedeutend sind, führen in der Masse zum Erfolg“, unterstrich Fechner in der Diskussion die Kernbotschaft seines Films.

Ein Handlungsstrang des Films führt den Zuschauer in den Osten der Ukraine, wo seit 2014 Krieg um geo- und energiepolitische Interessen herrscht. Friedrich Hagemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Maxwäll Energie-Genossenschaft verwies in dem Zusammenhang auf die Golfkriege, die auch dem Kampf um Erdöl geschuldet waren. Hans-Josef Fell, Mitbegründer des Erneuerbaren-Energien-Gesetz und Protagonist des Films, stellte die einfache Rechnung auf, dass durch eine dezentrale Energieversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien, Konflikte um fossile Energieressourcen wie Öl und Gas in Zukunft überflüssig werden. Somit bedeutet der Aufbruch in eine Zukunft, ohne fossile und atomare Energieträger, nicht nur den richtigen Weg in Sachen Klimaschutz, sondern auch einen Beitrag zum Frieden in der Welt.

Peter Müller, vom Regionalbüro der Energieagentur, der die Veranstaltung moderierte, warb mit dem Filmzitat „Wir haben nicht nur die Verantwortung für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir unterlassen“, dafür, dass jeder seine eigene Energiewende mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vorantreibt.

Klimaschutzmanager Stefan Glässner war sich angesichts des vollen Kinos und vieler positiver Rückmeldungen sicher, dass der Dokumentarfilm „Power to Change“ das Bewusstsein und die Akzeptanz für die Notwendigkeit der Energiewende weiter stärken wird. Seiner Empfehlung, sich den Film unbedingt anzusehen, können Interessierte am Samstag, den 16. April um 17:30 Uhr in der Wied-Scala in Neitersen nachkommen. Ticketbuchungen sind unter Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailreservierung(at)wied-scala(dot)de oder Telefon: 02662-945015 möglich.

Außerdem hält Glässner eine Integration des Dokumentarfilms in den Schulunterricht für eine spannende Möglichkeit, die Energiewende zu thematisieren. Insbesondere, weil für den Dokumentarfilm umfangreiches didaktisches Material zur Verfügung steht. Sondervorstellungen für Schulen, Unternehmen und Verein sind in der Wied-Scala möglich. Unterstützung und weitere Informationen erhalten Sie unter: 02681-813801 oder Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailÖffnet externen Link in neuem Fensterstefan.glaessner@kreis-ak.de.