27.04.2018

Stromspar-Check stößt andauernde Verhaltensveränderung an

Dirk Alsentzer und Victoria Müller-Ensel bei der Bilanz des Stromspar-Checks. Foto: Kreuznacher Stadtwerke

Wer seinen Stromverbrauch senkt, spart bares Geld. Das kann vor allem für einkommensschwache Haushalte eine große Hilfe sein. Mit dem Stromspar-Check bietet der Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e. V. Menschen im Kreisgebiet Bad Kreuznach, die von Sozialleistungen oder einem besonders niedrigen Einkommen leben, die Möglichkeit, ihren Energieverbrauch mit einfachen Mitteln zu reduzieren und die Kosten zu senken.

Bei einem Hausbesuch prüft ein Stromspar-Team den aktuellen Verbrauch. Bei einem zweiten Besuch bringen die "Checker" kostenlos die passenden "Soforthilfen" mit. Das sind beispielsweise sehr sparsame LED-Leuchtmittel, abschaltbare Steckdosenleisten oder Wassersparartikel wie Strahlregler für Wasserhähne. Damit kann der Energieverbrauch mühelos gesenkt werden. Dazu gibt es praktische Tipps und wertvolle Infos.

Die Kreuznacher Stadtwerke unterstützen das Angebot des Caritasverbandes bereits von Beginn an. "Der Stromspar-Check bietet eine sinnvolle Ergänzung zu den Services und Produkten, die wir als Energieversorger selbst anbieten. Der Stromspar-Check erreicht andere Zielgruppen", betont Dirk Alsentzer, verantwortlich für den Vertrieb der Kreuznacher Stadtwerke.

In drei Jahren gab es rund 900 Checks

Die Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel schildert die Erfolge des Stromspar-Checks: "Seit wir das Stromspar-Projekt vor drei Jahren hier im Kreis Bad Kreuznach etabliert haben, wurden in knapp 900 Haushalten Energie-Checks durchgeführt", resümierte sie. "Davon entfallen 490 allein auf die Stadt Bad Kreuznach. Wir sind den Kreuznacher Stadtwerken sehr dankbar, dass sie das Projekt von Beginn an unterstützen."

Auch die Nachhaltigkeit sei belegbar, erklärt Müller-Ensel: "Vielfach dient ein dritter Haushaltsbesuch ein Jahr nach dem ursprünglichen Check der individuellen Auswertung. Die Einspar-Prognose wird dabei regelmäßig übertroffen." Einen Grund dafür sieht die Caritas-Chefin in einer Verhaltensänderung, die die Beratung durch die Stromspar-Helfer anstößt.

Darüber hinaus ist der Stromspar-Check nicht bloß finanziell und ökologisch sinnvoll. Er ist auch eine arbeitsmarkpolitische Maßnahme – und als solche überaus erfolgreich. Als Stromspar-Helfer stellt der Caritasverband Bezieher von Arbeitslosengeld II ein. Bislang haben sieben dieser ehemals langzeitarbeitslosen Menschen aus der neuen Tätigkeit heraus wieder ihren Platz auf dem Ersten Arbeitsmarkt gefunden. "Dies entspricht einer Quote von 64%", weiß Victoria Müller-Ensel. "Und die jeweils freiwerdende Stelle in unserem Projekt haben wir natürlich zeitnah neu besetzt."

Zum Hintergrund des Stromspar-Checks

"Stromspar-Check kommunal" ist ein bundesweites Verbundprojekt von Caritas und eaD (Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V.). Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages wird er im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

Für die örtliche Umsetzung braucht es lokale Unterstützer. Im Kreis Bad Kreuznach sind dies aktuell das Jobcenter, die Kreuznacher Stadtwerke, die Aktion Arbeit des Bistums Trier, innogy SE, die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung und die Stadt Kirn.

Informationen zum Stromspar-Check erhalten

Alle Infos zum Stromspar-Check in den Landkreisen Bad Kreuznach und Birkenfeld gibt es unter der Telefonnummer 0671/83828-47 oder per Mail an Stromspar-Check(at)caritas-rhn(dot)de .

Quelle: Kreuznacher Stadtwerke