05.07.2018

Solarstrom vom Dach: Eine Energiequelle für die eigene Heizung?

Es ist seit Jahren ein Trendthema in der Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Wie kann der erzeugte Strom der Photovoltaikanlage auf dem Dach optimal genutzt werden? Und macht es Sinn, eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser zu installieren, um den Anteil des selbst genutzten Stroms vom Dach deutlich zu erhöhen? Diese Fragen stehen deshalb auch im Mittelpunkt der Sommeraktion „Solarstrom und Wärmepumpe“ der Verbraucherzentrale. Ab sofort erhalten Interessierte in den 70 Beratungsstandorten in Rheinland-Pfalz neben der persönlichen Beratung eine rechnerische Einschätzung, ob sich die eigene Photovoltaikanlage mit oder ohne Batteriespeicher lohnt und wie das Ergebnis nach dem Einbau einer Wärmepumpe ausfallen würde.

Laut Bundesverband der Solarwirtschaft gibt es in Deutschland mittlerweile rund eine Million Solarstromanlagen auf Privatdächern. „Nachdem viele Jahre die reine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach im Fokus stand, fragen die Hausbesitzer zunehmend nach Batteriespeichern sowie der Kombination mit Wärmepumpen“, sagt Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale. Mit Hilfe von Wärmepumpen kann man die Umweltwärme aus dem Boden oder der Luft von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau „pumpen“ und damit das Haus heizen. Für den Motor der Wärmepumpe braucht man jedoch Strom. Allerdings: Während die Wärmepumpe im Winter am häufigsten läuft, ist der Ertrag der Solarstromanlage am niedrigsten. Es muss daher immer im Einzelfall geprüft werden, welchen Beitrag der Solarstrom für die Wärmepumpe wirklich liefern kann.

Damit eine konkrete Einschätzung im Einzelfall vorgenommen werden kann, sollten die Ratsuchenden Daten zum Hausdach wie Fläche, Neigung und Ausrichtung sowie zum bisherigen Energieverbrauch für Strom, Heizung und Warmwasser mitbringen. Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/60 75 600 können Termine für eine persönliche Beratung vereinbart werden. Dank der finanziellen Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium und das rheinland-pfälzische Umweltministerium können die Beratungsgespräche kostenlos angeboten werden.

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Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz