01.04.2015

Regionalbüros Rheinhessen-Nahe: Leuchttürme der Energiewende in Rheinland-Pfalz

Die Mitarbeiter der Energieagentur in den Regionalbüros Mainz und Bad Kreuznach haben die Energiewende im Büro bereits vollzogen. Dank modernster alternativer Strom- und Wärmegewinnung ist das Büro im Regierungsviertel praktisch energieautark. Das Bad Kreuznacher Büro gewinnt seine Heizwärme ganz innovativ aus Kaffeesatz-Pellets.

Mainz: Energieautark mit Sonnen- und Bewegungsenergie

In Mainz wird der Strom für Technik und Beleuchtung dank organischer Photovoltaikmodule in den Scheiben der Glasfront gewonnen und in kleinen Hightech-Lithium-Ionen-Akkus der Laptops gespeichert. In Phasen besonders intensiver Stromnutzung, zum Beispiel zum Betrieb der Kaffeemaschine oder des Wasserkochers in der Teeküche, kommt eine weitere hochmoderne Technologie zum Einsatz: Der mit druckempfindlichen Sensorplatten ausgestatte Fußboden erlaubt die Umwandlung von Bewegungsenergie in Strom.

„Manchmal müssen wir nun leider zwei- bis dreimal zwischen Schreibtisch und Küche hin- und hergehen, bis genug Energie für die Geräte zur Verfügung steht“, so die Regionalreferentinnen Anne Schuster und Luisa Scheerer. „Allerdings stellen wir so zugleich auch unsere Wärmeversorgung im Winter sicher, denn unsere Körperwärme wird in den hochsensiblen Wandpaneelen langfristig gespeichert und bei Bedarf wieder als Raumwärme angegeben. Ebenso kann so die hohe Sonneneinstrahlung im Sommer absorbiert und gespeichert werden – ein tolles Konzept, das in diesem innovativen Neubau zum Einsatz gekommen ist“, freuen sich die zwei.

Innovativ Heizen mit Kaffeesatz-Pellets im Büro Bad Kreuznach

Wenngleich die Energiewende im zweiten Regionalbüro der Energieagentur in Rheinhessen-Nahe, nämlich in Bad Kreuznach, noch nicht vollständig vollzogen werden konnte, wird auch dort das Thema Nachhaltigkeit groß geschrieben. So freut sich der Regionalreferent Peter Götting über den absolut problemlosen Betrieb der neue Kaffeesatz-Heizung, deren Funktion genauso einfach wie genial ist.

Die vor Ort anfallenden gebrauchten Kaffeefilter und -pads werden samt Inhalt in einem vorgeschalteten Prozessor getrocknet und zu 20-50 mm großen Presslingen verarbeitet, die dann in einem hochmodernen Pelletofen verbrannt werden und für behagliche Wärme im Altbaubüro sorgen. Besonders günstig für die Brennstoffbeschaffung erweist sich dabei die Lage des Büros auf dem Gelände der Kreisverwaltung von Bad Kreuznach, deren Mitarbeiter dem Regionalbüro beständig ausreichende Mengen an Kaffeefiltern zuliefern.

„Ich bin der Kreisverwaltung von Bad Kreuznach in der Tat zu großem Dank verpflichtet“, so Peter Götting, „da ohne die Hilfe der Mitarbeiter entweder mein Büro kalt sein würde oder ich selbst wirklich sehr viel Kaffee trinken müsste.“