10.06.2016

Mainz wird "Masterplan 100% Klimaschutz"-Kommune

Der im Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz Ende 2015 erarbeitete Projektantrag hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit überzeugt: Mainz erhält den Zuschlag für das Projekt "Masterplan 100% Klimaschutz"-Kommune, dessen Startschuss erfolgt am 1. Juli 2016.

Die Stadt erhält damit die Möglichkeit, mit Unterstützung umfangreicher Fördermittel ihre Klimaschutzaktivitäten in den nächsten vier Jahren systematisch weiterzuentwickeln. Nach Erstellung des
Masterplankonzeptes binnen eines Jahres wird die Umsetzung erster Maßnahmen in den Förderjahren zwei bis vier erfolgen. "Wir sind stolz darauf, zum Kreis der ausgewählten Kommunen zu gehören und sehen die Teilnahme als große Chance, die Klimaschutzarbeit der Stadt weiter zu stärken", sagt Katrin Eder, Beigeordnete der Stadt Mainz für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr. In Rheinland-Pfalz sind neben Mainz fünf weitere Kommunen als Masterplan-Kommune bewilligt worden: die Verbandsgemeinden Sprendlingen-Gensingen und Birkenfeld, der Landkreis Cochem-Zell, die Stadt Kaiserslautern sowie die Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn.

Anspruchsvolle Klimaschutzziele in Mainz
Das Masterplan-Programm richtet sich ausdrücklich an Kommunen, die sich anspruchsvolle Klimaschutzziele gesetzt haben und bereits über umfangreiche Erfahrungen in der Umsetzung verfügen. Gefördert werden prägnante Beispiele für kommunalen Klimaschutz, diese sollen sowohl national als auch international Vorbildfunktionen übernehmen. Dabei wird angestrebt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent (Vergleichsjahr 1990) zu reduzieren und überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Der CO2-Ausstoß soll gleichzeitig um insgesamt 95 Prozent gesenkt und Mainz somit bis 2050 nahezu klimaneutral werden.

Schwerpunkte sieht Katrin Eder in der Arbeit am Masterplan vor allem bei der Altbausanierung, dem Ausbau Erneuerbarer Energien sowie dem Verkehr. "Es gilt Wege zu finden, Ökologie und Ökonomie in den Klimaschutz zu integrieren und die Energieeffizienz in der Industrie, im Gewerbe und bei den Dienstleistern zu steigern.", so Eder. Außerdem legt sie besonderes Augenmerk darauf, ein breites Bündnis von Akteuren im Prozess des "Masterplan 100% Klimaschutz Mainz" einzubinden

Mainzer Klimaschutzbeirat unterstützt
Der Klimaschutzbeirat der Stadt Mainz wird den Masterplan-Prozess für Mainz intensiv begleiten. Darin Vertreten sind Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbraucherschutz, Interessenverbänden und Verwaltung, die bereits seit den 90er Jahren die städtischen Organe in allen grundsätzlichen Fragen des Klimaschutzes beraten.

"Der Mainzer Klimaschutz kennt seit Jahren eine gute Beteiligungskultur, die wir Anfang des Jahres 2015 mit der Schaffung von themenorientierten Fachgruppen nochmals gestärkt haben. Die Förderzusage ist höchst erfreulich," sagt Volker Wittmer, Vorsitzender des Klimaschutzbeirats.

Personelle Verstärkung im Grün- und Umweltamt
Als Masterplan-Kommune erhält Mainz zwei zusätzliche, auf die Projektlaufzeit befristete Stellen für die "Koordinierungsstelle Klima und Energie". Außerdem stehen Mittel für Konzepte und Studien bereit. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die auf vier Jahre angelegte Projektphase auf rund 816.300 Euro. Die Förderung durch Bundesmittel beträgt 95 Prozent (775.000 Euro). Die Fördermittel sind Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative, mit der das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte zur zur Senkung der Treibhausgasemissionen, fördert

Weitere Informationen auf der Öffnet externen Link in neuem FensterHomepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und beim Öffnet externen Link in neuem FensterProjektträger Jülich.

Weitere Informationen zu den bisherigen Klimaschutzaktivitäten der Stadt sind auf der Öffnet externen Link in neuem FensterWebseite des Grün- und Umweltamtes der Stadt Mainz verfügbar.