17.08.2015

Forschungsprojekt "e-Velo RLP": Pedelec-Nutzer aus Kirn können sich beteiligen

Quelle: TU Kaiserslautern

Ländlich, hügelig, weite Strecken? Für viele Menschen sind dies die Ausschlußkriterien, um alltägliche Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Mit dem Pedelec sieht das schon anders aus: Anstiege und weitere Strecken sind weniger anstrengend als auf dem klassischen Drahtesel. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, in der Nahmobilität das Auto zugunsten des Fahrrads stehen zu lassen.

Das Institut für Mobilität & Verkehr der Technischen Universität Kaiserslautern (imove) untersucht die Effekte und Chancen für eine ressourcenschonende Mobilität durch Pedelecs und wird hierbei vom Land Rheinland-Pfalz unterstützt. Das vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) geförderte und vom Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) unterstützte Projekt „e-Velo RLP“ startet diesen Sommer in drei Modellregionen - unter anderem auch in Kirn, wo die Topographie entsprechende Rückschlüsse zulässt.

Ziel der Studie ist es, zu erforschen, inwiefern Leute in ländlichen und hügeligen Räumen vom Auto aufs Pedelec umsteigen“, umreißt Johannes Roos, Projektleiter an der TU Kaiserslautern, den Projektinhalt. „Ferner gilt es zu analysieren, welche Rahmenbedingungen insbesondere auf der Infrastrukturseite zum Fahren, Abstellen und Laden zu schaffen sind, um die gewünschten Effekte zu realisieren, und welche Auswirkungen auf Emissionen und Energieverbrauch zu erwarten sind.“ Das Projekt läuft bis Mitte nächsten Jahres. Die Ergebnisse werden dann auf einer Abschlußveranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.

„Teil der Studie ist auch die Untersuchung der derzeitigen Nutzung von Pedelecs im Alltagsverkehr“, betont Roos. Personen aus Kirn und Umgebung, die bereits ein Pedelec nutzen, werden aufgerufen, sich bei der TU für eine Analyse ihres Nutzungsverhaltens zu bewerben. Sie bekommen eine elektronische Box zugeschickt, die mit wenigen Handgriffen am Rahmen befestigt werden kann und während der Fahrt Daten anonymisiert aufzeichnet. Diese werden nach Ablauf der Untersuchung (6 Monate) von den Mitarbeitern der TU ausgewertet.

Roos versichert die Anonymität der Daten und betont ausdrücklich, daß kein Eingriff am Rad notwendig ist. Die Box wird am heimischen USB Port aufgeladen und ist somit wartungsfrei. Den „Pionieren“ winkt zudem als Dank eine kleine Überraschung.

Bitte richten Sie Ihre Fragen und Bewerbungen für die Langzeitstudie (mit Angaben zu Alter und monatlicher Fahrleistung sowie Pedelectyp) direkt an die TU Kaiserslautern:


Technische Universität Kaiserslautern
Institut für Mobilität & Verkehr
Herr M.Sc. Johannes Roos
Paul-Ehrlich-Straße 14
67663 Kaiserslautern
E-Mail: johannes.roos(at)bauing.uni-kl(dot)de
Tel. : 0631 / 205 3813