18.12.2017

Erster Thermografie-Spaziergang in Worms

Thermografie-Aufnahme eines Hauses. Foto: Stadt Worms

„Wie sieht mein Haus denn aus!“: Dies war das Motto des ersten Wormser Thermografie-Spaziergangs, der in der Vorweihnachtszeit durch das Kiautschau, das Gebiet der diesjährigen Energiekarawane, führt. Bei diesem Rundgang zeigte sich schnell: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Energieberater Stefan Erbeldinger erstellte mit einer Wärmebildkamera Bilder von ausgewählten Objekten und gab den Anwohnern eine erste Einschätzung zu Energieverlusten. Wenig überraschend waren die energetischen Schwachstellen vor allem Türen und Fenster. Es zeigten sich aber auch deutliche Unterschiede zwischen gedämmten und ungedämmten Gebäuden.

Mit einer Wärmebildkamera wird die Wärmeabstrahlung eines Objektes gemessen und dargestellt – kältere Objekte erscheinen in den Aufnahmen violett bis blau, warme Objekte rot bis weiß. Dementsprechend wird eine gut isolierte Hauswand blau abgebildet, ein Fenster eher gelb bis rot. Auf diese Weise lassen sich energetische Schwachstellen eines Hauses aufspüren und Wärmeverluste im Anschluss durch gezielte bauliche Maßnahmen verringern.

Katharina Reinholz von der Abteilung Umweltschutz und Landwirtschaft betonte den Beitrag für den Klimaschutz, der durch Energieeinsparung in Privathaushalten geleistet werde. Mit dem Thermografie-Spaziergang sollen durch die fachmännisch begleitete Visualisierung Anreize geschaffen werden, näher hinzuschauen, an welcher Stelle die Gebäudesanieurng sinnvoll sei.

Nach dem Thermografie-Spaziergang bot ein gemeinsamer Ausklang bei Glühwein und Spekulatius die Möglichkeit, sich mit den Nachbarn auszutauschen und sich beim Energieberater weitere Informationen einzuholen.

Die Energiekarawane und der Thermografie-Spaziergang werden im Rahmen des Öffnet internen Link im aktuellen FensterEU-Projektes „Climate Active Neighbourhoods (CAN)“ gefördert und von der Sparkasse Worms-Alzey-Ried finanziell unterstützt.

Quelle: Opens external link in new windowStadt Worms