08.01.2015

Elektro-Flitzer für den Wormser Friedhof

Dezernent Uwe Franz (3.v.l.), Ralf-Quirin Heinz, Leiter des Integrationsbetriebs Friedhof, (3.v.r.), Mitarbeiter, Stephan Wilhelm, Leiter der EWR- Konzern- und Strategieentwicklung, (Mitte). Quelle: Stadt Worms

„Cadster“ heißen die beiden grünen Flitzer, die zum Fuhrpark des Integrationsbetriebs Friedhof gehören. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 Stundenkilometer lassen sich mit den dick bereiften Cadstern sämtliche Friedhofswege befahren, auch die unbefestigten. Der Clou: Die kleinen Einsitzer werden mit Strom betrieben und sind entsprechend emissionsarm, haben aber dennoch eine Reichweite von etwa 50 Kilometern. Sie können nicht nur kleinere Werkzeuge und Geräte transportieren, sondern im Frontbereich auch eine Mülltonne. „Wir möchten die Arbeitsabläufe auf unseren Friedhöfen optimieren. Die Cadster sind eine hilfreiche Unterstützung insbesondere für die Mitarbeiter mit Beeinträchtigung“, erklärte Dezernent Uwe Franz bei der offiziellen Übergabe der Fahrzeuge.

Er sei deshalb froh über die Kooperation mit EWR: Der Wormser Energieversorger hat die Fahrzeuge den Bedürfnissen des Friedhofsbetriebs entsprechend umgebaut und wird in den kommenden Jahren auch den Service und die Wartung der beiden Cadster übernehmen. Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich für die Stadt auf rund 6.000 Euro und liegen damit unter dem Listenpreis. Für den Friedhofsbetrieb seien elektrisch betriebene Fahrzeuge durchaus geeignet, so Stephan Wilhelm, Leiter der EWR- Konzern- und Strategieentwicklung: „Sie sind quasi schadstofffrei und dazu noch fast geräuschlos, was gerade an einem stillen Ort wie einem Friedhof kein unwesentliches Merkmal ist.“ Derzeit arbeitet EWR an der Weiterentwicklung der e-Mobilität. „Wir wollen sie erlebbar und operativ nutzbar machen“, betonte der Marketingleiter.

Ralf-Quirin Heinz, Leiter des Integrationsbetriebs Friedhof, berichtet dass der Betrieb momentan dabei sei,   ein umweltfreundliches Elektromobilkonzept für die Wormser Friedhöfe umzusetzen.“ Angedacht ist, statt Sondergenehmigungen für die Einfahrt privater Fahzeuge für Personen mit Gehbehinderung auf eine Personenbeförderung in mehrsitzigen Elektrofahrzeuge umzustellen und hierfür einen Fahrservice einzurichten, der die Besucher nach telefonischer Anmeldung am Friedhofseingang abholt.

Quelle: Stadt Worms