21.09.2016

Die Aktionswoche 2016: So war... Die Führung im Energiepark Mainz

Bilderquelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz / Anne Schuster

"Kann man Wind tanken? Können erneuerbare Energien Heizungen oder Großkraftwerke von Erdgasimporten unabhängiger machen, auch dann, wenn es windstill ist und keine Sonne scheint?" Mit diesen Fragen haben sich die Stadtwerke Mainz gemeinsam mit der Firma Siemens, der Linde Group und der Hochschule Rhein-Main auseinander gesetzt. Ihre Antwort: Seit Juli 2015 läuft der Energiepark Mainz und zeigt, dass die Fragen bejaht werden können.

Im Rahmen der Aktionswoche 2016 der Energieagentur wurden am Dienstag die Türen zum Energiepark geöffnet und eine Führung angeboten. Mehr als 20 Personen haben die Chance genutzt und sich die Forschungsanlage von Klaus-Dieter Müller, Mitarbeiter der Stadtwerke Mainz, zeigen lassen, wie aus dem in den benachbarten Windenergieanlagen in Mainz-Hechtsheim hergestelltem Strom, Wasserstoff hergestellt wird.

Im "Power-to-Gas"-Verfahren wird die Speicherung von Wind- und Solarstrom in Form von Wasserstoff oder Methan durch Elektrolyse möglich gemacht. Dadurch werden Engpässe im Verteilnetz ausgeglichen werden. Wasser wird in seine Bestandteile zerlegt, Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff kann gespeichert werden und als Treibstoff für Fahrzeuge (z.B. PKW oder Linienbusse) dienen oder auch dem Erdgasnetz beigefügt werden. Fahrzeuge können an speziellen Wasserstofftankstellen betankt werden. Die Stadtwerke Mainz, zu denen auch die Mainzer Verkehrsbetriebe gehören, planen derzeit den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Linienbussen im Stadtgebiet.

Weitere Informationen sind auf der Öffnet externen Link in neuem FensterHomepage Energiepark Mainz zu finden.