12.02.2015

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) veröffentlicht Eckpunkte für das Verordnungspaket "Intelligente Netze"

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Eckpunkte für das Verordnungspaket "Intelligente Netze" veröffentlicht. Dieses wird in Umsetzung des Koalitionsvertrages verbindliche Vorgaben für den künftigen Einsatz Intelligenter Messsysteme ("Smart Meter") enthalten.

Staatssekretär Rainer Baake: "In einem Stromsystem, das von volatil einspeisenden, dezentralen Erzeugungsanlagen geprägt ist, ist es eine besondere Herausforderung, das Angebot und die Nachfrage nach Strom stets in Einklang zu bringen. In der Stromversorgung der Zukunft werden netzdienliche und marktlich induzierte last- wie erzeugerseitige Steuerungshandlungen zum Tagesgeschäft gehören. Um das System auch künftig sicher zu führen, brauchen wir eine sichere und moderne Mess- und Steuerungstechnik im Stromversorgungsnetz, die zuverlässige Einspeisewerte und Netzzustandsinformationen liefert. Mit den Eckpunkten für die Ausgestaltung des Verordnungspaketes 'Intelligente Netze' hat das Bundeswirtschaftsministerium dafür die Grundlage gelegt."

Intelligente Messsysteme und Zähler können zwei wichtige Funktionen im Stromsystem übernehmen. Erstens können sie einen Baustein für die weitere Marktintegration erneuerbarer Energien liefern. Denn über die Kommunikationseinheit eines Intelligenten Messsystems, den sog. Smart Meter Gateway, können Kleinerzeugungsanlagen, Elektromobile, Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen an ein intelligentes Energienetz angebunden werden. Dies ermöglicht es dem Netzbetreiber und Direktvermarkter, erneuerbare Anlagen so zu steuern, wie es sowohl für die Systemsicherheit als auch für die effiziente Vermarktung des Stroms erforderlich ist. Zweitens können sie auch für den Verbraucher einen zusätzlichen Nutzen bieten. Denn Intelligente Messsysteme und Zähler können dem Endverbraucher dessen Energieverbrauch (nicht nur für Strom, sondern auch spartenübergreifend) visualisieren und so zu einer Anpassung des Verbrauchsverhaltens motivieren. Sie eröffnen dem Verbraucher zudem neue Möglichkeiten für sog. Smart Home-Applikationen. Schließlich kann der Einsatz von Smart Metern die Einführung finanziell attraktiver variabler Tarife vorantreiben.

Quelle: BMWi

Die Veröffentlichung zu den Eckpunkten für das Verordnungspaket "Intelligente Netze" finden Sie hier