18.09.2015

Aktionswoche 2015: So war... Die Besichtigung des Umspannwerks in Bad Kreuznach

Bernd Gumm erläutert, was im Umspannwerk in Bad Kreuznach passiert. Quelle: Energieagentur RLP

Wie kommt der Strom ins Haus? Die Westnetz GmbH, Verteilnetzbetreiber in großen Teilen von Rheinland-Pfalz, hatte Interessierte eingeladen, sich darüber bei einer Besichtigung des Umspannwerks in Bad Kreuznach zu informieren.

Bernd Gumm, Betriebsverantwortlicher im Umspannwerk in Bad Kreuznach, nahm sich bei seiner Führung viel Zeit für Fragen zum Thema Stromverteilung und Netzstabilität. "Die Stromversorgung in Deutschland ist praktisch immer stabil. Ausfälle gibt es extrem selten - dafür sorgen nicht zuletzt die Netzbetreiber", erinnert Gumm die Anwesenden an die viele Arbeit, die im Hintergrund der Stromversorgung meist unerkannt stattfindet.

Bevor die Teilnehmer der Besichtigung auf das Gelände des Umspannwerks durften, gab es wichtige Sicherheitshinweise. "Hier genügt es schon, in der Nähe einer Mittelspannungsleitung den Arm zu heben - dann springt die Elektrizität über. Das überlebt niemand", ermahnt er vor allem auch die jüngeren Anwesenden.

Zu sehen gab es nicht nur knisternde Leitungen: Auch die tonnenschweren Transformatoren und die ordentlich in Schränken gefasste elektronische Schaltung in der Warte erläuterte Gumm ausführlich und gab dabei zugleich nützliche Tipps, wie man sich in der Nähe von gefährlichen Stromquellen oder bei Gewitter verhalten sollte.

Am Ende der Besichtigung war vor allem eins deutlich geworden: Der Transport von Strom von den Kraftwerken bis zu den Haushalten ist ein komplexes System, dem bei der Umsetzung der Energiewende ähnlich viel Aufmerksamkeit entgegengebracht werden sollte wie der Erzeugung.

Fotos von der Besichtigung finden Sie in unserer Bildergalerie.