14.09.2015

Aktionswoche 2015: So war... Der Tag des offenen Windrads in Mainz-Ebersheim

Josef Werum (li.), Geschäftsführer der in.power GmbH, und Torsten Szielasko (re.), Geschäftsführer der GAIA mbH. Quelle: Energieagentur RLP

Am Samstag bot sich südwestlich von Mainz-Ebersheim eine besondere Gelegenheit: Der Stromanbieter grün.power ermöglichte gemeinsam mit der GAIA mbH einen wortwörtlichen Einstieg in ein Windrad.

grün.power bietet Endkunden in Mainz und Umgebung die Möglichkeit, Strom direkt aus der Region zu beziehen. Als Tochter des Direktvermarkters in.power vertreibt grün.power u.a. auch den Strom, der im Windpark Mainz-Ebersheim/Nieder-Olm erzeugt wird. Die vier Windräder des Typs Enercon wurden bereits im Jahr 2000 vom pfälzischen Projektierer GAIA errichtet und liefern seither jährlich etwa 4,5 Millionen Kilowattstunden Windstrom ins Netz, das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 1200 Haushalten.

Für den Tag des offenen Windrades wurde ein solches angehalten, um dem stetigen Strom an Besuchern den Zugang in den Turm zu ermöglichen. Dort bericheteten Mitarbeiter von GAIA und grün.power, wie der Strom in der Anlage erzeugt und anschließend vermarktet wird.

Besonders spannend waren die Erläuterungen, wie die Wartung eines Windrades aussieht: Zu zweit steigen die Techniker auf einer schmalen Leiter 63 Meter hoch in die Gondel, wo zwischen Mechanik und elektronischen Schaltschränken nur sehr wenig Platz zum Manövrieren bleibt. Ersatzteile über 10 Kilogramm werden von außen über einen Kran nach oben transportiert. Dennoch: „Man muss körperlich absolut fit und noch dazu angstfrei sein, um diese Wartungen durchführen zu können“, erklärt Markus Kleinmann, der sich um die Betriebsführung der Anlagen in Mainz-Ebersheim kümmert.

"Wir sind froh, dass wir Interessierten aus der Umgebung heute vorstellen konnten, wie die Energiewende konkret vor Ort konkret stattfindet“, freuen sich Josef Werum, Geschäftsführer der in.power GmbH, und Torsten Szielasko, Geschäftsführer der GAIA mbH.