27.07.2016

VG Birkenfeld spielt beim Klimaschutz in der Bundesliga mit

Staatssekretär Gunther Adler (von links), VG-Bürgermeister Bernhard Alscher, Ratsmitglied Barbara Alscher und Klimaschutzmanager Viktor Klein bei der Übergabe des Zertifikats über die Teilnahme der VG Birkenfeld am Förderprogramm "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" in Berlin (Quelle: Nahe-Zeitung)

Für die Verbandsgemeinde wird es damit möglich, die bisherigen Klimaschutzaktivitäten zu intensivieren und durch die Fördermittelunterstützung in Höhe von rund 350 000 Euro in den nächsten vier Jahren noch systematisch weiterzuentwickeln. Zudem ist es möglich, weitere 200 000 Euro für eine ausgewählte Maßnahme zu erhalten. Nach Erstellung des Masterplankonzepts bis zum 30. Juni 2017 wird die Umsetzung erster Maßnahmen in den nächsten drei Förderjahren erfolgen. "Wir sind wirklich stolz und sehen die Teilnahme als große Chance, mit Hilfe des Klimaschutzes die Entwicklung in der Region zu fördern", sagt der VG-Bürgermeister.

Insgesamt 22 Städte, Gemeinden und Landkreise wurden bundesweit für das Projekt ausgewählt, darunter Landeshauptstädte wie Stuttgart und Potsdam. In Rheinland-Pfalz kamen neben der VG Birkenfeld vier weitere Kommunen zum Zuge: die Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, der Landkreis Cochem-Zell, die Stadt Kaiserslautern und die Landeshauptstadt Mainz. "Es sind nur ganz wenige Kommunen unserer Größe aufgenommen worden", stellt Viktor Klein klar. Der bisherige Klimaschutzmanager der VG Birkenfeld fungiert künftig als Leiter des Projekts "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz für die Verbandsgemeinde Birkenfeld" und bleibt damit für vier weitere Jahre an seiner Wirkungsstätte.

Die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit sieht er vor allem bei der Förderung alternativer Mobilitätskonzepte, im Bereich Wärme sowie in der Einbeziehung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und der Nationalparkregion beim Thema Klimaschutz. "Es gilt Wege zu finden, den Klima- und Naturschutz mit der Regionalentwicklung und dem Tourismus zu kombinieren und die regionale Wertschöpfung möglichst in der Region zu halten", betont Klein.

Den Nationalpark mit seinen Hangmooren, die viel CO2 binden, sieht er auch als Klimaschutzprojekt, das in dem Masterplan eine Rolle spielen müsse, erklärt er auf NZ-Nachfrage. Großes Potenzial sieht Klein zudem im Bereich Solarthermie sowie bei der Entwicklung von Konzepten, die der zunehmend älter werdenden Bevölkerung die Aufrechterhaltung ihrer Mobilität ermöglichen. Aufbauen lasse sich dabei etwa auf Erfahrungen mit dem Elektrobürgerauto, das seit 2014 in der VG unterwegs ist. Wie konkrete Projekte aussehen können, das soll allerdings unter Einbindung eines breiten Bündnisses von regionalen Akteuren in den Masterplanprozess festgelegt werden. Hierzu werden zwei Gremien eingerichtet, die den Prozess unterstützen. Zudem werden ab Herbst 2016 mehrere Akteursworkshops veranstaltet. "Wir setzen dabei auf verschiedene Formate", kündigt Klein an. Neben einem Workshop speziell für Vertreter der Ortsgemeinden werde es auch Möglichkeiten zur offenen Bürgerbeteiligung geben.

Daneben setzt das Programm auf den Austausch bei regelmäßigen Treffen der Masterplankommunen. "Mit Urbach im Sauerland wurde uns außerdem schon eine Partnerkommune ähnlicher Größe zugewiesen", berichtet Klein.

(Quelle: Nahe Zeitung)