08.01.2015

Nahwärmenetz in Morbach in Betrieb genommen

Die Einheitsgemeinde Morbach im Kreis Bernkastel-Wittlich ist seit langem bekannt für ihr Engagement im Klimaschutz und die Nutzung Erneuerbarer Energien.

Ende 2014 ist die Gemeinde wiederum einen großen Schritt zu mehr Energieeffizienz vorangekommen. Sie hat ihr erstes Nahwärmenetz in Betrieb genommen. 465.000 €, die zur Hälfte mit INTERREG Mitteln der EU gefördert wurden, investierte die Gemeinde in das rund 300 Meter lange Netz und eine Pellet-Heizzentrale. Darüber werden nun die Grundschule, die Sporthalle, ein Kindergarten und ein weiteres Haus mit Wärme versorgt.

Der Heizwärmebedarf von bislang rund 40.000 Litern Öl wird künftig über regenerative Biomasse in Form von Holzpellets gedeckt, wodurch sowohl Kosten als auch klimaschädliches CO2 eingespart werden. In acht bis zehn Jahren soll sich die Anlage amortisieren. Mit dem Projekt soll auch die regionale Wirtschaft gestärkt werden, so kommen die Einsparungen den Anschlussnehmern und damit wiederum der Gemeinde zugute. Darüberhinaus fließen die Investitionen in die Region und auch die Rohstoffe sollen aus der Umgebung kommen.

Die Gemeinde Morbach, auch überregional wegen der Energielandschaft bekannt, plant schon das nächste Projekt in Sachen nachhaltige Wärmeversorgung. Mit Landesmitteln aus dem Regionalwettbewerb Hunsrück-Hahn soll geklärt werden, ob eine Möglichkeit besteht, die Abwärme eines ortsansässigen Lebensmittelgroßhändlers zu nutzen, um nahegelegene Gebäude zu beheizen. Infrage kommen die integrierte Gesamtschule, die Baldenauhalle sowie das Freibad und ein Alten- und Pflegeheim.