31.03.2017

Mittwochs im MUEEF

Achim Hill, Geschäfstführer der Energieagentur Region Trier

Mainz, Trier: Durch das neue Wärmekonzept für Rheinland-Pfalz wird der Fokus stärker auf den Wärmebereich gelegt, denn ohne diesen Sektor können die energie- und klimapolitischen Ziele des Landes schwer erreicht werden.

Dr. Thomas Griese stellte das Wärmekonzept mit den acht Schwerpunktbereichen und einzelnen Maßnahmen in den Themenfelder vor. „Das Konzept ist dynamisch und wird sich verändern und erweitern“ so Dr. Griese. Beispiele für Maßnahmen sind neben der Förderung von energetischen Quartierssanierungskonzepten auch das Pilotprojekt „Klimaneutrale Landesverwaltung“, die Initiierung eines Effizienz-netzwerkes für Kläranlagen.  Mit einer der  Maßnahmen, das 1000 effiziente Öfen-für Rheinland-Pfalz-Förderprogramm, soll speziell auch der ländliche Raum angesprochen werden. Es gäbe bereits viele gute Projekte, die zeigen, wie die Wärmewende in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden kann, so Dr. Griese.

Handlungsempfehlungen für die Region Eifel und Trier – unter diesem Titel stellte Achim Hill die Wärmestudie eines Konsortiums (izes, swt, eart, Hochschule Trier, Ecoskop und solites)  vor und erläuterte ausgewählte Maßnahmen, beispielsweise einen regionalen Heizungs-Check.
Michael Stein zeigte auf, dass es mit bürgerschaftlichem Engagement und trotz niedriger Energiepreise  gelingen kann, ein genossenschaftlich organisiertes Nahwärmenetz zu errichten. Eigenes Gas für Trier – das kann mit den Landwerken Eifel gelingen, die eben gegründet wurde. Es geht, so Arndt Müller, Vorstand der Stadtwerke Trier, auch darum, eine regionale Vermarktung des hier erzeugten Biogases zu gewährleisten und die vielen Anlagen der Region zu erhalten und deren Fortbestand zu sichern.  „Anlagenbetreiber werden zukünftig eher Biogaslieferanten als Stromproduzenten sein“ so Arndt Müller.