24.07.2017

LED macht Schule - Klimaschutzmaßnahmen des Landkreises Vulkaneifel

LED Strahler; Quelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Nachdem bereits in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen zur Erneuerung von Beleuchtungsanlagen in den kreiseigenen Schulen und Hallen unternommen wurden, schreitet die Sanierung veralteter Beleuchtungssysteme in diesen Gebäuden auch im Jahr 2017 verstärkt voran. Aktuell führt der Landkreis Vulkaneifel an fünf kreiseigenen Schulen derartige Vorhaben durch.

Seit dem Jahr 2014 wurden an den kreiseigenen Liegenschaften bislang Energie- und Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von ca. 500.000 Euro durchgeführt. Aufgrund der sehr hohen Fördermöglichkeiten für investive Klimaschutzmaßnahmen aus dem Bundesförderprogramm „Kommunale Klimaschutzinitiative“ (NKI) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und der damit verbundenen erheblichen Energieeinsparung (durchschnittlich ca. 73 %) führen diese Maßnahmen zur einer dauerhaften Entlastung des Kreishaushaltes. 

 Aktiv für Klimaschutz

 Doch für den Landkreis Vulkaneifel steht nicht nur das Einsparungspotienzial dieser Maßnahmen im Vordergrund. Er beschäftigt sich aktiv mit dem Thema Klimaschutz und hat vor kurzem die Erstellung eines „Integrierten Klimaschutzkonzeptes“ und eines Klimaschutzteilkonzepts „Klimafreundliche Mobilität in Kommunen“ ausgeschrieben. Auch hierfür stehen Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums zur Verfügung. Kommunaler Klimaschutz stellt seit langem einen Schwerpunkt der Initiative dar. Die verstärkten Fördermöglichkeiten für die Kommunen unterstützen insbesondere das Ziel, die Treibhausgasemmissionen in den Kommunen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

 CO2-Neutralität von Großschutzgebieten

 Darüber hinaus wurde am 16. Dezember 2016 im Rahmen des EU-Förderprogramms für Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik „LIFE“ das LIFE-IP Projekt „ZENAPA - Zero Emission Nature Protection Areas“ bewilligt. Antragsteller und Projektleiter ist das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Camus der Hochschule Trier in Birkenfeld. Das Projekt zielt auf die CO2-Neutralität von Großschutzgebieten (u.a. Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks) und deren umliegenden Regionen ab. Wesentliche Vorgabe ist die Umsetzung der nationalen und europaweiten Klimaschutzziele (CAP 2020 und CPP 2050) unter Berücksichtigung der nationalen und europäischen Strategien für den Erhalt der Artenvielfalt und der Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

 Landkreis Vulkaneifel wird Projektpartner

 Das umfangreiche Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von acht Jahren. Neben dem IfaS sind elf Projektpartner aus acht Bundesländern und dem Großherzogtum Luxemburg an dem Projekt beteiligt. Die Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH arbeitet bereits mit den ihr angeschlossenen Kommunen an dem Projekt mit und hat hierfür gemeinsam mit dem IfaS  individuelle Maßnahmenplan entwickelt.

In seiner letzten Sitzung hat der Kreisausschuss sich dafür ausgesprochen, sich ebenfalls als Projektpartner am EU Life IP Projekt „ZENAPA“ zu beteiligen. Dadurch wird der Landkreis Vulkaneifel weitere Projektmaßnahmen realisieren können und erhält eine Förderung der EU zur Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen, die die Ziele des Klima-, Natur- und Umweltschutzes miteinander verbinden.

 Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Vulkaneifel