12.04.2018

Klima-, Natur- und Artenschutz in der Vulkaneifel

Auftaktveranstaltung in Daun; Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Der Landkreis Vulkaneifel lässt sich derzeit ein integriertes Klimaschutzkonzept  sowie ein Teilklimaschutzkonzept „Mobilität“ erarbeiten. Zudem ist der Landkreis gemeinsam mit dem Natur- und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel Partner im Projekt „ZENAPA“ (zero emission nature protection areas). Die Auftaktveranstaltung in Daun stand unter dem Motto „Für die Energiewende und regionale Wertschöpfung“.
Landrat Heinz-Peter Thiel erläuterte, dass sich der Landkreis schon länger mit Fragen des Klimaschutzes beschäftigt hat. Vor drei Jahren hatte man sich dann mit dem Thema Smart Villages auseinander gesetzt  und sei  jetzt folgerichtig  auch Partner von ZENAPA geworden. „Solange wir Menschen und auch Tiere hier leben, werden wir noch CO2-Ausstoß haben“ meinte Landrat Thiel. Er sei jedoch sicher, dass „wir die Auswirkungen des Klimawandels verlangsamen können“. Das Ziel, eine klimaneutrale Region Vulkaneifel zu entwickeln, kann nur gemeinsam mit den verschiedensten Akteuren erreicht werden.

Regionale Wertschöpfung

„Wir müssen noch viel mehr für den Klimaschutz tun“, so Professor Peter Heck, der das Projekt ZENAPA vorstellte. Ein großes Problem für die Regionen sei der Geldmittelabfluss für Energie. Beispielhaft nannte Professor Heck Zahlen: in einer Kommune mit etwa 500 Einwohnern werden ca. 780 000 Euro für Heizung und Strom pro Jahr aufgewendet. Ein Großteil des Geldes fließt auch in politisch instabile Länder. Dagegen würde durch Erneuerbare-Energie-Projekte regionale Wertschöpfung gerade im ländlichen Raum stattfinden, so Professor Heck. Die Fördertöpfe seien noch nie so gut gefüllt gewesen wie derzeit so dass für die Kommunen nur ein geringerer Eigenanteil verbleibt.

10 Millionen

Seit 2013 hat die Verbandsgemeinde Birkenfeld durch das Klimaschutzmanagement und ihre Projekte etwa 10 Millionen Euro in die VG geholt. „Mit den Einnahmen aus den eigenen Photovoltaikanlagen konnten wir die dafür aufgenommenen Kredite innerhalb von drei Jahren ablösen“ so Dr. Bernhard Alscher, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Durch die Gründung der Stiftung „Sonne für Birkenfeld“ wurde der Ausbau der Photovoltaik vorangetrieben. Inzwischen werden durch die AöR „Erneuerbare Energien in Birkenfeld“ zunehmend weitere regenerative Energien miteinbezogen.

Das Birkenfelder Beispiel zeigt anschaulich, wie aus Überlegungen und Konzepten heraus Projekte entstehen und umgesetzt werden und regt zum Nachahmen an.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.geopark-vulkaneifel.de/aktuelles/885-auftaktveranstaltung-klima-natur-und-artenschutz-in-der-vulkaneifel.html