09.11.2017

In Bonn wird gerade verhandelt, in Kalenborn wurde schon längst gehandelt

Übergabe der Klimaschutzplakette „H.ausgezeichnet“ (v.l.n.r.: Landrat Heinz-Peter Thiel, Geschäftsführer Matthias Kuhl, Anna Jessenberger, Energieagentur Rheinland-Pfalz und Markus Kuhl) (Foto: premosys)

Dem Klimawandel und seinen Folgen zu begegnen, gehört zu den großen globalen Herausforderungen. Landrat Thiel übergab die Opens internal link in current windowKlimaschutzplakette „H.ausgezeichnet“ an Matthias Kuhl, Geschäftsführer von premosys. Damit wird der Firmenneubau gewürdigt, der als hochenergetisches Gebäude zum Klimaschutz beiträgt.

Die Staaten der Weltgemeinschaft diskutieren gerade in Bonn über konkrete Maßnahmen, um die Ziele des Pariser Opens internal link in current windowKlimaschutzabkommens zu erreichen. Global denken und lokal handeln - so könnte das Projekt des Firmenneubaues von premosys überschrieben sein.

In Deutschland ist der Gebäudebereich verantwortlich für etwa 40 Prozent des Endenergieverbrauches. Bei jedem Neubau, in dem konsequent die technisch machbaren Lösungen zur Minimierung des Energiebedarfs umgesetzt werden, sind  die Betriebskosten verringert. Die Wirtschaftlichkeit solcher Gebäude, in denen höchste energetische Standards umgesetzt werden, zeigt sich oft schon nach wenigen Jahren. „Es sind hohe Investitionskosten vorhanden, diese sind jedoch in sehr überschaubarem Zeitraum amortisiert“, sagt Matthias Kuhl. Zudem sei der mittel- und langfristige Nutzen des Gebäudes an sich sehr hoch.

Nachhaltigkeit auch im Gebäudebereich

Matthias Kuhl hat sich nach einem intensiven Gespräch mit der ehemaligen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bewusst für diese Bauweise entschieden. „ Sie hat in mir einen Denkprozess ich Gang gesetzt, dass Nachhaltigkeit nicht nur für unsere eigenen Produkte gilt, sondern in unserem Fall auch ein Gebäude betrifft“, so der Geschäftsführer von premosys. „Unsere Mitarbeiter fühlen sich sehr wohl in dem Gebäude mit seinem guten Klima und den hervorragenden Arbeitsbedingungen.“ Durch den Neubau vergrößerte sich die Fläche des Technikums von 850 m2 auf 1.400 m2, bei gleichen Stromkosten wie am alten Standort. „Das ist bereits eine deutliche Kostenreduktion pro Quadratmeter“, rechnet Matthias Kuhl vor.

In den kommenden Monaten wird das Energiemanagement des Unternehmens alle Potentiale erschließen. Eine Photovoltaik-Anlage trägt, kombiniert mit einem großen Blockspeicher, zur Energieversorgung bei. Geothermie und eine hocheffiziente Wärmepumpe dienen gemeinsam mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung der Wärmeversorgung; im Sommer wird die Geothermie zur Gebäudekühlung genutzt.

Zur Nachahmung empfohlen

Es war eine sinnvolle und richtige Entscheidung für diesen KfW-55 Neubau, so  lautet das Fazit von Matthias Kuhl. Etwas für die Umwelt zu tun ist ihm - neben dem langfristigen Effekt einer Kostenersparnis - wichtig gewesen. „Ich kann nur jedem Unternehmen und auch Privathaushalt anraten, dies entsprechend anzugehen“, erläutert der Geschäftsführer.

Landrat Heinz-Peter Thiel kennt das Gebäude seit der Eröffnung Anfang August 2017 und ist von den einzelnen Effizienz-Maßnahmen begeistert. „Die Auszeichnung mit der Klimaschutzplakette würdigt die effiziente Bauweise des Technikums und das Engagement von premosys“, so Landrat Thiel.

Eine Opens external link in new windowProjektbeschreibung sowie die technischen Daten des Gebäudes sind im Opens external link in new windowEnergieatlas Rheinland-Pfalz zu finden.