20.02.2017

Förderwissen für den Klimaschutz

KfW, BAFA und Land Rheinland-Pfalz: weitere Fördermöglichkeiten für den Klimaschutz. Dr. Tobias Woll

Trier: Unbestritten ist, dass der Klimawandel  längst im Gange ist. Vor allem seine Folgen sind bereits sichtbar, darunter vermehrte Extremwetterereignisse, auf die lokal reagiert werden muss. Klimaschutz kostet Geld das manche Akteure, darunter viele Kommunen, schwer aufbringen können.  Änderungen und Vielgestaltigkeit in der Förderlandschaft stellen mitunter Hürden für die Kommunen dar. Die Anforderungen sind hoch, daher hat das Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz in Kooperation unter anderem mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz die Informationsveranstaltung „Förderwissen für den Klimaschutz“ in Trier durchgeführt.

Die Kommunalrichtlinie ist das Förderprogramm des Bundesumweltministeriums, um im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative Projekte zu fördern. Kommunen sind die zentralen Akteure vor Ort bei der Umsetzung von Maßnahmen des Klimaschutzes. Einige Klimaschutzmaßnahmen rechnen sich auch ohne Förderung,  beispielsweise die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, und können für Entlastung der kommunalen Haushalte sorgen. Investitionen sorgen zudem  für lokale Wirtschaftsförderung.

Rheinland-Pfalz steht bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln aus der Kommunalrichtlinie an fünfter Stelle bundesweit.  Seit kurzem wurde die Förderung ausgeweitet, unter anderem sind jetzt auch Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus und auch kommunale Unternehmen (50,1 % kommunale Beteiligung) antragsberechtigt. Finanzschwache Kommunen können erhöhte Förderquoten erhalten.

Das Saarland fördert mit dem Programm „ZEP kommunale 2014 – 2020“ Vorhaben zur Energieeinsparung, rationellen Energienutzung mit erneuerbaren Energien, darunter Holzfeuerungsanlagen, Thermische Solarkollektoranlagen sowie Pilotvorhaben. Damit sollen beispielsweise klassische Öl- und Gasfeuerungsanlagen verdrängt werden.

Die Kommunalrichtlinie umfasst verschiedene Förderbausteine, darunter  beispielsweise die Erstellung von Klimaschutzkonzepten oder auch die Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement. Ebenso werden investive Maßnahmen gefördert. Diese sind auch kumulierbar mit Landes- und anderen Bundesförderprogrammen.