22.01.2018

Deutsch-französische Freundschaft spiegelt sich in gemeinsamen Projekten wider

GReENEFF sucht in Rheinland-Pfalz bis April 2018 Pilotprojekte in den Bereichen nachhaltige Quartiere oder energieeffizienter sozialer Wohnungsbau (Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz).

GReENEFF sucht in Rheinland-Pfalz Pilotprojektpartner

Im Rahmen des EU-Projektes „Grenzüberschreitendes Netzwerk zur Förderung innovativer Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Energieeffizienz in der Großregion“ (Öffnet internen Link im aktuellen FensterGReENEFF) sucht die Energieagentur Rheinland-Pfalz (EARLP) bis April 2018 Pilotprojekte in den Bereichen nachhaltige Quartiere oder energieeffizienter sozialer Wohnungsbau. Der Aufruf richtet sich an kommunale Akteure und die Wohnungswirtschaft. In Rheinland-Pfalz können sich Interessenten aus Trier, der Westpfalz, dem rheinland-pfälzischen Teil der Planungsregion Rhein-Neckar und aus den Landkreisen Birkenfeld, Alzey-Worms, Mainz-Bingen und der Stadt Mainz melden. Mitmachen lohnt sich, weil die Pilotprojekte mit bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten für Investitionen und 60 Prozent der Kosten für die Konzepterstellung aus EU-Mitteln bezuschusst werden.
Vertiefende Informationen gibt Silvia Gröhbühl, Projektleiterin GReENEFF, Energieagentur Rheinland-Pfalz, unter Telefon 0631 20575-7104, oder Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailMail.
Das EU-Projekt GReENEFF ist lebendiger Ausdruck aktiver deutsch-französische Freundschaft, die am 22. Januar 1963 im Rahmen des Élysee-Vertrages institutionalisiert wurde.

GReENEFF fördert Pilotprojekte

GReENEFF wird gemeinsam von Projektpartnern aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, dem französischen Département Moselle, Luxemburg und der belgischen Region Wallonien bearbeitet. Mithilfe des EU-Projektes soll die energieeffiziente und nachhaltige Entwicklung in der Großregion vertieft werden. Durch beispielhafte Projekte wird aufgezeigt, wie Umweltbelastungen vermieden, der Energie- und Ressourcenverbrauch gemindert und der CO2-Ausstoß verringert werden kann.

Pro Teilgebiet der Großregion stehen rund eine Million Euro EU-Fördermittel zur Verfügung. Um Fördermittel zu erhalten, müssen Pilotprojektträger bis spätestens April 2018 als neue Projektpartner in das EU-Projekt eingebunden sein. Deshalb bittet die Energieagentur Rheinland-Pfalz Interessenten um eine schnelle Kontaktaufnahme.

Um den Modellcharakter eines Projekts zu beurteilen, wurde ein gemeinsamer Kriterienkatalog erarbeitet. Wichtig ist, dass die Maßnahmen in punkto nachhaltige Quartiere und Wohngebäude nach dem 1. April 2016 begonnen haben und bis 2020 abgeschlossen sind. Die Vorhaben sollen innovativ und modellhaft für ihre Region und die Großregion sein.

Élysee-Vertrag öffnete neue Kooperation

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der damalige deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle in Paris den Élysee-Vertrag. Beide Länder einigten sich auf eine enge Zusammenarbeit. Der Élysee-Freundschaftsvertrag öffnete den Weg hin zu einer neuen Ära der Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich. Heute gibt es zahlreiche Projekte, bei denen die beiden Nationen zusammenarbeiten – auch im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und Energieeffizienz. GReENEFF ist eines davon.

Die Kofinanzierung für das Projekt erfolgt aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) über das Programm Interreg V A der Großregion. Die europäische territoriale Zusammenarbeit (Interreg) ist ein Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union und unterstützt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Regionen und Städten.


Bild unten:
Bei GReENEFF arbeiten Projektpartner aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, dem französischen Département Moselle, Luxemburg und der belgischen Region Wallonien zusammen (Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz)