02.05.2017

Auf einer Industriebrache wird künftig Ökostrom produziert

Solarpark in Üdersdorf; Foto: WES Green GmbH

Trier/Üdersdorf. Die WES Green GmbH aus Trier baut auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs „Löhley“ in Üdersdorf in der Vulkaneifel einen circa 2,6 Hektar großen Solarpark. Baubeginn  war  Ende  März  2017.  In  die  Produktion  von  umweltfreundlichem  Sonnenstrom werden dort rund 650.000 Euro investiert. Für den Aufbau der Photovoltaikanlage auf dem in Privatbesitz befindlichen Gelände sind rund sechs Wochen vorgesehen, die Inbetriebnahme ist für Mitte Mai geplant.

 Der Steinbruch,  der über 200 Jahre zum Basaltabbau  genutzt  wurde, liegt seit den 1950er Jahren brach und diente seitdem als Lagerplatz für Bauschutt und ähnliches. Über viele Jahre wurde   eine  Teilfläche   genutzt,   um  belastete   Erde  mittels   Bakterien   zu  reinigen.   Eine Rekultivierung   und   der  Rückbau   der  „Industrie-Brache“   musste   vorgenommen   und   die verfallenen  Betriebsgebäude,  Betonquader,  Abfälle  und  Bauschutt  entfernt  werden.  Birgit Zimmer von der Eigentümerfamilie findet es wichtig, dass auf dem Gelände zukünftig umweltfreundlicher Ökostrom produziert wird.

Der Solarpark ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft

„Das Projekt wurde von uns von Anfang an sehr positiv gesehen und unterstützt. Es ist ein wichtiger  Schritt  in  die  Zukunft,  dass  die  Fläche  rekultiviert  und  für  Erneuerbare  Energien genutzt werden konnte“, erklärt Bürgermeister Günter Altmeier.

 „Eine  große  Herausforderung   bestand  darin,  das  vor  allem  durch  Bauschutt  und  Reste ehemaliger Bebauung belastete Gelände für die Installationen  des Solarparks vorzubereiten. Durch  die  Auffüllung  ergaben  sich  besondere  Anforderungen  an  den  Gestellbauer  und  die Tiefe der Fundamente“, berichtet Horst Schneider, Geschäftsführer der WES Green GmbH.

 Erweiterung der Anlage auf 1,2 MWp in einem Jahr geplant

 Die  Photovoltaikanlage  startet  zunächst  mit  einer  Leistung  von  731,4  kWp,  soll  aber  im nächsten Jahr noch um 450 kWp auf dann insgesamt 1,2 MWp erweitert werden. Damit ist dann die komplette Fläche des vorherigen Steinbruchs belegt. Im Solarpark der Verbandsgemeinde Daun wurden 2760 Module sowie 10 Wechselrichter verbaut. Der Standort wurde  ausgewählt,  weil  auf  dem  außer  Betrieb  gesetzten  Gelände  die  Realisierung  einer  Photovoltaikanlage als sogenannte bauliche Anlage laut EEG sowohl als möglich als auch förderbar galt.

 „So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen verfolgen wir das Ziel, auf dieser in den  letzten  Jahrhunderten  stark  strapazierten  Fläche  sauberen  Strom  zu  erzeugen.  Zum anderen erholt sich der Boden hoffentlich innerhalb von 20 bis 30 Jahren, so dass er wieder in Wert gesetzt werden kann - mit all den positiven Auswirkungen für Flora und Fauna“, erklärt Horst Schneider.

 WES Green kümmert sich um das Gesamtprojekt

 Die WES Green GmbH übernimmt im Rahmen des Projekts die Erstellung des technischen Gesamtkonzepts, die Durchführung von Genehmigungsverfahren  in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Vulkaneifel,  der Verbandsgemeinde  Daun und der Ortsgemeinde  Üdersdorf. WES Green ist auch für die Klärung von Einspeisemöglichkeiten sowie den Bau der Photovoltaik- Freiflächenanlagen als Generalunternehmer und ebenso die Wartung und Instandhaltung verantwortlich.