19.09.2016

Aktiv auch vor der Aktionswoche "Rheinland-Pfalz: ein Land voller Energie"

Bernkastel-Wittlich, Bad Neuenahr-Ahrweiler, 19.09.2016: Der Klimawandel schreitet voran, darin sind sich führende Wissenschaftler einig. Die Treibhausgasemissionen führen zu einer globalen Erwärmung. Wenn Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre abgegeben wird, beispielsweise durch Verbrennung von fossilen Energieträgern, baut es sich nicht selbst ab - der Treibhauseffekt entsteht. Folgen wie Dürren, heftige Stürme und Überschwemmungen nehmen zu und werden extremer.

 Auch die Feuerwehren hatten im Zusammenhang mit den Unwetterereignissen im Juni 2016 viele Einsätze an Mosel, Rhein und Nahe, der Ahr. Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues hat vor diesem Hintergrund eine Referentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz eingeladen, bei der Wehrführertagung in Burgen über das  Thema „Verbrauchsreduktion durch richtiges Nutzerverhalten“ zu sprechen.

 In öffentlichen aber auch privaten Gebäuden spielen die Energiekosten eine wichtige Rolle. Anna Jessenberger stellte daher in ihrem Vortrag darauf ab, dass Nutzer sowohl zuhause als auch in der Dienststelle zur Energieeinsparung beitragen können. Bis zu 20 Prozent sind nach Schätzungen durch ein verändertes Verhalten möglich.

 „Wussten Sie, dass Sie mit einer Temperatursenkung um ein Grad Ihr Energieverbrauch um sechs Prozent senken?“ so fragte Anna Jessenberger die Zuhörer. Auch einfache Dinge wie das Überprüfen von Thermostaten oder das Freihalten von Heizkörpern zeigen Wirkung. Und im privaten Keller schlummert möglicherweise erhebliches Einsparpotential, wenn die Pumpe in die Jahre gekommen ist: der Einbau einer Hocheffizienzpumpe kann bis zu 80 % an Stromkosten ersparen.

 Am Arbeitsplatz und zuhause ist auch das Lüften wichtig. Am besten und schnellsten sorgt eine Querlüftung bei weit geöffneten Fenstern für frische Luft und ausreichend Sauerstoff. Wer dabei nicht an das Zurückdrehen der Heizkörperventile denkt, merkt das spätestens bei der nächsten Heizkostenabrechnung.

 Anna Jessenberger fragte nach, wie die Rolltore nach der Ausfahrt der Feuerwehrfahrzeuge bei einem Einsatz geschlossen werden: Im Winter würde bei länger geöffneten Toren Heizenergie unnötig verbraucht. Brennen die Lichter, obwohl niemand im Raum ist? Welche Leuchtmittel werden verwendet? Umrüsten auf LED-Leuchtmittel verringert die Stromkosten erheblich.

 Wichtig ist auch der bewusste Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnik wie Fernseher oder Computer. Sie sind für etwa 27 Prozent der Stromrechnung im Haushalt verantwortlich. Ein Ausschalten all dieser Geräte ist im privaten Bereich bequem über eine schaltbare Steckerleiste möglich. Bei Funkzentralen, beispielsweise jenen der Feuerwehr, müssen die Geräte natürlich dauerhaft angeschaltet bleiben. Ausmustern sollte man hingegen ineffiziente Kühlschränke, anstatt sie als Zweitgeräte im Keller jede Menge Strom verbrauchen zu lassen.

Feuerwehrleute können und sollen  nicht mit Wasser sparen. Am Arbeitsplatz und auch daheim können jedoch einfache Maßnahmen den Wasser- und Energieverbrauch erheblich senken. Dazu zählen so einfache Maßnahmen wie der Einsatz von Perlatoren oder die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns.