Fördermöglichkeiten für Elektromobilität

Bei der Umsetzung der Energiewende im Bereich der Mobilität kommt der Elektromobilität eine zentrale Rolle zu. Um die Etablierung der Elektromobilität im Markt zu fördern, sind die Verbreitung von Elektrofahrzeugen sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur stetig voranzutreiben. Dafür stellt die Bundesregierung  Förderprogramme für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen zur Verfügung.

  • Förderrichtlinie Elektromobilität
  • Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur
  • Förderrichtlinie für Brennstoffzellenfahrzeuge im ÖPNV und in Flotten
  • Umweltbonus
  • Sofortprogramm Saubere Luft
  • Steuerliche Anreize

Die entsprechenden Förderanträge können bei den jeweils zuständigen Ämtern eingereicht werden.


Förderrichtlinie Elektromobilität

Mit der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sollen bis 2020 kommunale Elektromobilitätskonzepte, die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der Aufbau der nötigen Ladeinfrastruktur unterstützt werden. Zudem werden anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen gefördert, die eine Kostenreduktion von den für die Elektromobilität benötigten Technologien, Komponenten oder Systemen zum Ziel haben.

Was wird gefördert?

  • Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der für deren Betrieb notwendigen Ladeinfrastruktur
  • Erstellung von Umweltstudien/Mobilitätskonzepten
  • Forschung und Entwicklung zur Unterstützung des Markthochlaufs von Elektrofahrzeugen

Wer erhält die Förderung? 

Je nach Förderbelang:

  • Kommunen
  • Landkreise
  • Zweckverbände
  • Landesbehörden
  • Gemeinnützige Organisationen
  • Gewerbetreibende / Unternehmen
  • Hochschulen
  • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Gebietskörperschaften

Art und Höhe der Förderung

  • Förderung von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur erfolgt als Investitionszuschuss, der sich auf Grundlage der jeweiligen Investitionsmehrkosten berechnet
  • Pro Antrag sollten in der Regel nicht weniger als 5 Fahrzeuge beschafft werden
  • max. Beihilfeintensität von 40%

 Weitere Informationen zur Öffnet externen Link in neuem FensterFörderrichtlinie Elektromobilität.


Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Durch die Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vom BMVI wird im Förderzeitraum 2017-2020 der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur mit insgesamt 300 Millionen Euro gefördert. Davon sind 100 Millionen Euro für Normalladestationen und 200 Millionen Euro für Schnellladestationen vorgesehen. Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz aus 15.000 Schnelllade- und Normalladestationen zu schaffen.

Was wird gefördert?

  • Normalladepunkte mit Ladeleistung bis 22 kW
  • Schnellladepunkte mit mehr als 22 kW
  • Montage und Netzanschluss
  • Verbesserung bestehender Ladeinfrastruktur

Wer erhält die Förderung?

  • Kommunen
  • Privatpersonen
  • Gewerbetreibende / Unternehmen
  • Gemeinnützige Organisationen

Art und Höhe der Förderung

  • Ladestationen bis 20 kW: Förderung von 40%, max. 2.500€
  • Ladestationen mit 150 kW: Förderung von 40%, max. 30.000€
  • Anschluss Niederspannungsnetz: Förderung von 40%, max. 5.000€
  • Anschluss Mittelspannungsnetz: Förderung von 40%, max. 50.000€

Status

Im Rahmen des Förderprogrammes gab es bislang zwei Förderaufrufe, in deren Zeitraum die Antragstellung möglich war.

  1. Förderaufruf: 15.02.2017 - 28.04.2017
  2. Förderaufruf: 14.09.2017 - 30.10.2017

Derzeit gibt es keinen aktuellen Förderaufruf, es ist jedoch mit zwei Förderaufrufen pro Jahr zu rechnen.

Weitere Informationen zur Öffnet externen Link in neuem FensterFörderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.


Förderrichtlinie für Brennstoffzellenfahrzeuge im ÖPNV und in Flotten

Im Rahmen der Förderrichtlinie "Maßnahmen der Marktaktivierung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie Phase II (Schwerpunkt nachhaltige Mobilität)" vom 18.10.2017 fördert das BMVI die Anschaffung von Brennstoffzellenfahrzeugen und zugehöriger Betankungsinfrastruktur mit einem Fördervolumen von 15 Millionen Euro. 

Was wird gefördert?

  • Brennstoffzellenfahrzeuge, die als PKW in Fahrzeugflotten oder als Busse im Linienverkehr des ÖPNV eingesetzt werden
  • Betankungsinfrastruktur

Wer erhält die Förderung?

  • Kommunen
  • Gewerbetreibende / Unternehmen

Art und Höhe der Förderung

  • Förderung erfolgt als Investitionszuschuss, der sich auf Grundlage der jeweiligen Investitionsmehrkosten berechnet
  • Förderquoten von bis zu 50% der Investitionsmehrkosten sind möglich
  • Bei der Förderung von PKW müssen pro Antrag mindestens drei Fahrzeuge beschafft werden
  • Bei der Förderung von Betankungsinfrastruktur für Brennstoffzellenbusse müssen mindestens zehn Busse angeschafft werden

Status: Aktueller Förderaufruf

Förderanträge für Brennstoffzellenfahrzeuge und die Betankungsinfrastruktur müssen bis zum 30.06.2018 über das Öffnet externen Link in neuem Fenstereasyonline Portal eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Öffnet externen Link in neuem Fensteraktuellen Förderaufruf und zur Öffnet externen Link in neuem FensterFörderrichtlinie.


Umweltbonus

Am 29. Juni 2016 wurde die Richtlinie zur Förderung des Absatzes von mindestens 300.000 elektrisch betriebenen Fahrzeugen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verabschiedet. Dabei handelt es sich um eine Kaufprämie für den Neukauf von Elektrofahrzeugen. Der Umweltbonus wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von der Automobilindustrie finanziert.

Was wird gefördert?

  • Reine Batterieelektrofahrzeuge
  • Plug-in-Hybride
  • Brennstoffzellenfahrzeug
  • Netto-Basis-Listenpreis max. 60.000 Euro

Wer erhält die Förderung? 

  • Privatpersonen
  • Gewerbetreibende / Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Art und Höhe der Förderung

  • Elektroauto: 4.000€
  • Plug-in-Hybride: 3.000€

Weitere Informationen zum Öffnet externen Link in neuem FensterUmweltbonus.


Sofortprogramm Saubere Luft

Ziel des Sofortprogrammes ist die Verbesserung der Luftqualität in Städten durch Maßnahmen zur Elektrifizierung des urbanen Verkehrs, die Errichtung der Ladeinfrastruktur, die Digitalisierung der Verkehrsysteme sowie Maßnahmen zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen. Dafür stellt der Bund für den Zeitraum 2017-2020 ein Fördervolumen von einer Milliarde Euro bereit. Das Sofortprogramm soll weitestgehend auf Grundlage bestehender Förderrichtlinien des Bundes umgesetzt werden.

 

Weitere Informationen zum Öffnet externen Link in neuem FensterSofortprogramm Saubere Luft und zur Öffnet externen Link in neuem FensterLotsenstelle Fonds Nachhaltige Mobilität.


KfW-Umweltprogramm

Das Umweltweltprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dient der Förderung von Investitionen in Umweltschutz und Nachhaltigkeit, darunter auch der Anschaffung von Elektrofahrzeugen und des Aufbaus von Ladestationen.

Was wird gefördert?

  • Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge sowie von umweltfreundliche Schienen- und Wasserfahrzeugen
  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder Betankungsanlagen für Wasserstoff

Wer erhält die Förderung?

  • Gewerbetreibende / Unternehmen im In- und Ausland
  • Freiberufler
  • Unternehmen, die als Contracting-Geber Dienstleistungen für Dritte erbringen

Art und Höhe der Förderung

  • Kredit von bis zu 10 Mio. Euro pro Vorhaben
  • Investitionskosten von bis zu 100%
  • Auszahlung von bis zu 100% des Kreditbetrags

Weitere Informationen zum Öffnet externen Link in neuem FensterKfW-Umweltprogramm.


Steuerliche Anreize

Bei erstmaliger Zulassung reiner Elektrofahrzeuge seit dem 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020 gilt eine zehnjährige Steuerbefreiung. 

Arbeitnehmern, die ihr Auto - sofern möglich - beim Arbeitgeber aufladen, werden ebenfalls Steuervorteile eingeräumt. Dieser Vorteil ist anders als andere Arbeitgeber-Vergünstigungen von der Einkommenssteuer befreit.