Speicherung des Photovoltaik-Stroms

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten die durch die Photovoltaik-Anlage erzeugte Energie zu speichern. Auf der einen Seite mittels elektrischer Speicher (im Kleinspeichersegment durch Blei- oder Lithium-Akkumulatoren, im Großspeichersegment durch Redox-Flow-Batterien  oder Lithium-Akkumulatoren) oder als Wärme in Pufferspeichern nachdem der Strom mit Hilfe von Wärmepumpen oder Heizstäben in Wärme „umgewandelt“ wurde (Power-to-heat).

In Deutschland wurden seit 2013 über 20.000 elektrische Heimspeicher in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage installiert. Die zunehmende Marktdurchdringung der elektrischen Speichersysteme ist getrieben durch eine deutliche Kostenreduktion und dem Wunsch vieler Anwender nach mehr Unabhängigkeit. Elektrische und thermische Energiespeicher in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen werden weiter an Attraktivität gewinnen und die Energieversorgung von morgen bestimmen. Die zeitliche Entkopplung von Produktion und Verbrauch steigert die Unabhängigkeit des Endverbrauches von steigenden Energiekosten.

KfW-Programm – Erneuerbare Energien: Speicher Nr. 275

Die Installation von Batteriespeichersystemen in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen wird durch die KfW mit dem Programm 275 Erneuerbare Energien „Speicher“ durch zinsgünstige Darlehen und einem Tilgungszuschuss gefördert. Antragsberechtigt sind natürliche Personen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind. Von einer Förderung ausgeschlossen sind Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände, der Bund, sowie Bundesländer und deren Einrichtungen.

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen die Neueinrichtung eines Batteriespeichers in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage und Batteriespeichersysteme, die nachträglich zu einer nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommenen Photovoltaik-Anlage errichtet werden. Die Photovoltaik-Anlage darf eine Größe von 30 kWp nicht überschreiten, für jede Photovoltaik-Anlage ist die Anzahl der förderfähigen Batteriespeichersysteme auf ein Batteriespeichersystem beschränkt.

Bei der Inanspruchnahme der Förderung muss die maximale Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschluss über mindestens 20 Jahre auf 50 Prozent der installierten Leistung begrenzt werden und der Speicher eine Zeitwertersatzgarantie von 10 Jahren aufweisen. Außerdem muss der Wechselrichter, der im Rahmen des Programmes geförderten Systeme, über eine Schnittstelle verfügen, die eine Fernsteuerung bzw. Fernparametrisierung zulässt.

Die Höhe des Tilgungszuschusses berechnet sich nach dem Installationszeitpunkt des Speichersystems und der Höhe der förderfähigen Kosten. Im Besten Fall kann der Tilgungszuschuss bis zu 25 Prozent der förderfähigen Kosten betragen. Eine Kombination mit anderen KfW- oder ERP-Programmen ist nicht möglich.

Die Antragstellung muss vor Maßnahmenbeginn über die Hausbank erfolgen. Der Kreditnehmer kann sich für eine Laufzeit von fünf, zehn oder 20 Jahren entscheiden, wobei je nach Laufzeit unterschiedliche tilgungsfreie Anlaufjahre (ein bis drei Jahre) gewählt werden können. Im Zeitraum der tilgungsfreien Anlaufzeit zahlt der Kreditnehmer nur die Zinsen auf die ausgezahlten Kreditbeträge. Danach tilgt der Kreditnehmer in vierteljährlichen Raten den Kredit. Die für die Einreichung nötigen Formulare finden Sie auf der Seite der Öffnet externen Link in neuem FensterKfW.