Alternative Mobilitätsformen

Die Bundesregierung hat mit ihrem Klimaschutzplan 2050 beschlossen, die jährlichen Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich von aktuell rund 160 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf 95 - 98 Millionen Tonnen im Jahr 2030 abzusenken. Alternative Mobilitätskonzepte bieten verschiedene Angebote, um zu dieser Zielerreichung beizutragen. Nachhaltiger Verkehr braucht einen Mix von Maßnahmen, da einzelne Maßnahmen nicht die notwendige Wirkung entfalten können. Das Fahrzeug und seine Antriebstechnik dürfen nicht allein im Fokus stehen, denn: Erst mit einem integrierten Ansatz lassen sich die gesteckten Klimaschutzziele auch erreichen. Kommunen können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten, wenn sie mit gutem Beispiel voran gehen und für die Verwaltung ein nachhaltiges Fuhrpark-/ Mobilitätsmanagementsystem einführen oder den Ausbau der Ladeinfrastruktur, des ÖPNV-Angebots, der Car-/Bike-Sharing-Angebote und des Fahrradwegenetzes vor Ort vorantreiben.

Unsere Angebote

  • Beratung zu Vorgehensweisen und Fördermöglichkeiten (bei der Erstellung von Mobilitätskonzepten, Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur etc.)
  • Koordination regionaler Netzwerke und kommunenübergreifender Aktionen
  • Checkliste „Handlungsmöglichkeiten kommunaler Klimaschutz“ (Mobilität und Verkehr)
     
Mit dem Rad ganz vorne dabei

Carsharing

Die Vermeidung von Verkehr wird oft missverstanden: Vorrangiges Ziel ist es dabei nicht, Verkehr zu unterbinden, sondern die Auslastung der Fahrzeuge zu erhöhen. Beim Carsharing teilen sich viele Menschen ein Auto. Dazu stehen verschiedene Autotypen an unterschiedlichen Standorten bereit. Je nach Bedarf können die Autos meist rund um die Uhr per Telefon oder Internet gebucht werden. Die Nutzer haben mit Reinigung, Wartung, Instandsetzung und Versicherung der Autos nichts mehr zu tun. Gezahlt wird je nach Anbieter für die Zeit, die das Fahrzeug genutzt wird, und für die zurückgelegten Kilometer. Die Kosten für den Einzelnen reduzieren sich dadurch drastisch und auch der Flächenverbrauch geht deutlich zurück.

Bürgerbus

Bei der Entscheidung für ein Leben im ländlichen Idyll ist Mobilität ein wesentlicher Faktor. Das ÖPNV-Angebot ist begrenzt und bestehende Verbindungen oft umständlich. Ob die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder der Besuch bei Freunden; ohne eigenes Auto gestaltet sich die Deckung der Grundbedürfnisse schwierig. Dank eines (Elektro-)Bürgerautos werden Fahrtenwünsche von Menschen erfüllt, die ohne eigenen Pkw mobil sein möchten. Das Projekt lebt von dem Engagement der Bürger, die ehrenamtlich Fahrten durchführen. Das Fahrzeug (und ggf. die Batterieladungen) stellt meist die Kommune bereit.

Radverkehr

Eine Erhöhung des Anteils des Radverkehrs führt automatisch zu einer Einsparung von Treibhausgasemissionen und zu einer Verbesserung der Lebensqualität vor Ort. Dabei ist wichtig, dass Kommunen der klimafreundlichen Zweirad-Mobilität mehr Raum geben. Dazu können Sie für Ihre Bürger mehr Radwege für ein sicheres und klimafreundliches Vorankommen zur Verfügung stellen oder Stellplätze mit Ladestationen für Pedelecs und Lastenräder. Der Bund stellt im Rahmen des Förderaufrufes „Klimaschutz durch Radverkehr“ hierfür Fördermittel zur Verfügung.

 

Die Checkliste „Handlungsmöglichkeiten kommunaler Klimaschutz“ bietet u.a. eine Übersicht über das Handlungsfeld „Mobilität und Verkehr“. Anhand dessen können Sie überprüfen, inwieweit Sie die vielfältigen Potenziale im kommunalen Klimaschutz ausnutzen.