Wärme jetzt und später

Bedarfsermittlung bei der Wärmeversorgung

­Um die Wärmeversorgung in Gebäuden wiederherstellen zu können, wird aktuell der Bedarf vor Ort erhoben. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz bittet Gebäudeeigentümer ihren Bedarf bei der Wiederherstellung der Wärmeversorgung über ein Formular zu melden. Die Angaben fließen in die flächendeckende Analyse der Energieagentur Rheinland-Pfalz zu möglichen Kurzfrist- als auch Übergangslösungen in den betroffenen Kommunen ein.

Auf Basis der Ergebnisse der Analyse werden die verantwortlichen Schornsteinfegermeister mit den betroffenen Bürgern kurzfristig kostenfreie persönliche Beratungen vor Ort vereinbaren. Dabei werden von den Schornsteinfegermeistern die Schadenssituation, die Möglichkeiten im Gebäude sowie der individuelle Bedarf erfasst und bewertet.

Dazu erstellt der betreuende oder von der Innung empfohlene Heizungsbaubetrieb ein Angebot zur Reparatur, Ersatzbeschaffung oder für eine Übergangslösung.

Bedarf mitteilen

Bürger und Gebäudeeigentümer können ihren Bedarf online ausfüllen und mit einem Knopfdruck einreichen - und damit eine Beratung vor Ort erhalten.

Per E-Mail/ Post/ Fax: Den Erhebungsbogen zur Bedarfsermittlung für das Wiederherstellen der Wärmeversorgung können Sie auch als PDF ausfüllen und dann per Post, Fax oder E-Mail an waerme(at)energieagentur.rlp(dot)de an die Energieagentur Rheinland-Pfalz senden.


Entscheidungshilfe für das Heizen

Je nach Zustand des eigenen Gebäudes und der Lage vor Ort, kommen unterschiedliche Heizungssysteme für die Wärmeversorgung in Frage. Unsere Entscheidungshilfe lotst zu möglichen Lösungen - und berücksichtigt Übergangs- und moderne zukunftsfähige Heizungsarten.


Übergangslösungen für anstehende Heizperiode

Bereits jetzt gibt es Lieferengpässe bei Heizungssystemen. Auch der Fachkräftemangel wird dazu beitragen, dass bis zum Winter nicht in jedes beschädigte Gebäude eine Heizung eingebaut werden kann. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, welche Übergangslösungen es gibt:

  • Erdgasheizungen auf Flüssiggas umrüsten
  • Mobile Blockheizkraftwerke
  • Einzelöfen

Informationspapier mit Empfehlungen zum "(Übergangs-)Heizen im Flutgebiet"
Liste mit Anbietern von mobilen Heizzentralen
als Übergangslösung

Die Heizungsindustrie hat zugesagt, ihre Produktion zu erhöhen und die Flutregionen priorisiert zu beliefern. Auch Handwerksbetriebe und Schornsteinfeger werden bei Aufträgen die Flutregionen bevorzugt behandeln.

Zukunftsfähige klimafreundliche Lösungen

Wenn möglich, kann bereits jetzt zukunftsorientiert und langfristig geplant werden mit

  • Holzpelletheizungen
  • Wärmepumpen
  • Nahwärmenetze
  • Solarthermie

Klimafreundliches Heizen mit erneuerbaren Energien spart auch Kosten. Auf gängige fossile Brennstoffe, wie Erdgas und Heizöl, wird seit dem 1. Januar 2021 ein CO2-Preis erhoben. Der Aufschlag macht das Heizen mit Heizöl und Erdgas deutlich teurer. Die Heizkosten werden deshalb in den kommenden Jahren weiter steigen. Entsprechend kann sich die Anschaffung eines klimafreundlichen Heizungssystems lohnen. 

Hinsichtlich Heizen mit Öl ist wichtig zu wissen: In einem Überschwemmungsgebiet ist die Neuerrichtung einer neuen Ölheizung prinzipiell nicht gestattet.

Zum effizientem Heizen informiert die WEK

Wer nach einer langfristigen Lösung zum Heizen des Gebäudes sucht, den informiert die Vortragsreihe „Welche Heizung passt zu meinem Haus?“ der WärmeEffizienzKampagne (WEK). Sie gibt einen Überblick über verschiedene Heizsysteme, Fördermöglichkeiten und zeigt in anschaulichen Praxisbeispielen, wie der Einbau realisiert werden kann.

Die Vorträge finden online statt und sind kostenlos. Die Termine und Anmeldelinks sind unter www.earlp.de/wek einsehbar.

Bitte beachten Sie: Die WEK-Vortragsreihe kann keine vertiefende Auskunft zu Themen wie Versicherung, Gebäudedämmung etc. geben.

Gelegenheit nutzen: Gerade wenn ein Austausch des Estrichs ohnehin erfolgen muss, ist die Gelegenheit günstig, eine Fußbodenheizung einzubauen. Solche Flächenheizungen bieten zusammen mit weiteren Maßnahmen an der Gebäudehülle (z.B. Dämmung, Fenstertausch) oft günstige Bedingungen für Wärmepumpen. Diese beziehen Wärme aus der Umwelt und sind von der CO2-Bepreisung nicht betroffen. In Summe würden für ein Gebäude, das 2.400 Liter Heizöl benötigt, so Mehrkosten in Höhe von ca. 9.400 Euro brutto über 20 Jahre (den Brennstoffpreis noch nicht eingeschlossen) anfallen.

Zunächst trocknen und dämmen

Bevor Heizungsysteme neu eingebaut oder repariert werden können, müssen die Räume trocken sein. Sollen Bauteile wie Keller, Außen- und Innenwände oder Decken saniert werden, müssen auch diese zunächst trocknen.

Vorher müssen noch vorhandene Beschichtungen wie Putz oder Bodenbeläge entfernt werden. Der Trocknungsvorgang sollte mit einer kontrollierenden Feuchtemessung begleitet werden. Bei der Auswahl der neuen Materialien wie Putze und Bodenbeläge ist auf die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchteeintrag zu achten.

Bei der Wärmedämmung von Häusern ist darüber hinaus die passende Auswahl der Dämmstoffe sehr wichtig. Die Dämmstoffe müssen zum Einbauort passen und haben unterschiedliche Eigenschaften bezüglich der Druckfestigkeit und Feuchtetoleranz.

Auch bauliche Schäden, wie bepielsweise kaputte oder fehlende Fensterscheiben, müssen behoben werden, bevor Heizungssysteme eingebaut werden.


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