Zentrales Datenportal „Energieatlas“ enthält jetzt auch Informationen zur Mobilität

Seit dem Dieselskandal sind Elektoautos zunehmend eine Alternative. (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

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Der Energieatlas der Energieagentur Rheinland-Pfalz ist seit mehr als zwei Jahren das zentrale Datenportal des Landes, auf dem sich die Energiewende widerspiegelt. In den ersten beiden Jahren lag der Schwerpunkt der Daten auf den Themengebieten Strom und Wärme. Damit die Energiewende gelingt, muss jedoch auch der Verkehrssektor in den Fokus des Interesses rücken. Denn immerhin werden dort rund 30 Prozent der Endenergie verbraucht. Ab 2. Mai 2018 ist der Energieatlas um den Sektor Nachhaltige Mobilität erweitert. „Jetzt können sich die Nutzer über die Anteile alternativer Pkw-Antriebe in Rheinland-Pfalz informieren und über die Anzahl und Leistung öffentlich zugänglicher Ladestationen“, freut sich Thomas Pensel, Geschäftsführer Energieagentur Rheinland-Pfalz, über die Erweiterung des Datenportals. „Momentan ist die Datenlage noch zu gering, um eine zeitliche Entwicklung abzubilden, aber perspektivisch wollen wir auch die Veränderung der Mobilität in Karten abbilden.“
 

Übersichtskarten für alternative Antriebe und Ladestationen

Die Informationen über nachhaltige Pkw-Antriebe und die Ladeinfrastruktur in Rheinland-Pfalz finden sich im Energieatlas in der jeweiligen Übersichtskarte. Der Nutzer kann sich einen Eindruck davon verschaffen, wie viele Gas-, Elektro-, Hybrid- oder Plug-In-Hybrid-Antriebe es in den unterschiedlichen Landkreisen und kreisfreien Städte gibt. Die Zahlen stammen vom Kraftfahrtbundesamt und der Zulassungsstelle Trier. 2017 besaßen beispielsweise von 1000 zugelassenen Pkw 15 einen alternativen Antrieb – meist handelte es sich dabei um ein Gasfahrzeug. 2017 betrug die Anzahl der Elektroautos in Rheinland-Pfalz 2.221, die der Hybrid-Fahrzeuge lag bei 12.597.

In der Karte „Ladeinfrastruktur Bestand“ im Energieatlas finden Interessierte alle öffentlich zugänglichen Ladestationen in Rheinland-Pfalz mit Angaben zu Ladetyp (Normal- oder Schnellladesäule) oder Leistung. An den 137 gemeldeten Ladesäulen, die es 2017 in Rheinland-Pfalz gab, konnten 269 Pkw gleichzeitig geladen werden. Sie hatten eine Anschlussleistung von insgesamt 7.703 Kilowatt (kW). „Mit der Karte werden wir die Entwicklung der Ladeinfrastruktur über die Jahre hin dokumentieren“, sagt Thomas Pensel. „Wie aktiv unsere Kommunen im Land sind, zeigen die 48 bewilligten Mobilitätskonzepte für rheinland-pfälzische Kommunen und kommunale Werke seit dem Jahr 2012. Über unterschiedliche Förderrichtlinien erhalten sie eine Ko-Finanzierung für die Anschaffung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb oder können öffentlich zugängliche Ladestationen bauen.“ Viele weitere Kommunen erstellen derzeit auch Mobilitätskonzepte. Nachhaltige Mobilität ist dabei aber nicht allein auf Elektromobilität begrenzt. „Es gibt eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten, wie beispielsweise die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs oder den besseren Ausbau des Radverkehrs“, betont Pensel. „In den nächsten Jahren wird unser Energieatlas noch einige Daten hierzu aufbereiten.“