Smart Meter und Open Data vereint in einer Plattform

Die in kommunalen Liegenschaften verbrauchte und erzeugte Energie auszuwerten und der Vergleich mit ähnlichen Liegenschaften kann zusätzliche Einsparpotenziale aufdecken. Eine Hilfestellung hierbei bietet die Energieagentur Rheinland-Pfalz mit dem Projekt openMeter.

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Beim kommunalen Energiemanagement ist die Kenntnis der Energieverbrauchsdaten essenziell. Das Energiemanagement kann durch den Einsatz smarter Messeinrichtungen unterstützt werden. Mit der digitalen Erfassung von Energieverbrauchsdaten (Smart Meter) können weitere Einsparmöglichkeiten und Leckagen identifiziert werden.

Die Interpretation und Analyse der digital erfassten Energieverbrauchsdaten erfordern Expertise, Zeit und Ressourcen. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt Kommunen mit dem Projekt openMeter durch die Entwicklung einer Open-Data- und Open-Analytics-Plattform für Energiemessdaten.

Am 5. Mai 2021 fand ein zweiter Austausch mit Kommunen, WissenschaftIern und Energiedienstleistern statt, um sie in den Aufbau der Plattform einzubinden.

Stakeholder gestalten Entwicklung mit

An den Diskussionen zur Benutzeroberfläche der Plattform, Möglichkeiten der Datenbereitstellung und Analysen nahmen über 35 Stakeholder aus Kommunen, der Wissenschaft und der Energiebranche teil.

Durch die Beteiligung der Stakeholder konnte das openMeter-Projektteam das Zielbild deutlich schärfen, was die praxisorientierte Entwicklung der openData- und openAnalystics-Plattform ermöglicht.

Erkenntnisse zum Datenschema, zu Schnittstellen und Analysemöglichkeiten

Die gemeinsame Diskussion zum Aufbau der Datenplattform ergab:

  • Die Plattform soll durch relevante Kategorien und aussagekräftige Kennzahlen sowie Visualisierungen der Lastgänge erweitert werden.
     
  • Für die Übertragung von Energieverbrauchsdaten auf die Datenplattform kristallisierte sich im Workshop heraus, dass der Versand von E-Mails mit entsprechenden Anhängen bevorzugt wird oder die Übertragung mittels Web‑Schnittstellen möglich sein soll. Dafür spricht, dass die Daten automatisiert bereitgestellt und abgerufen werden können.
     
  • Die Teilnehmer bestätigten den Bedarf von datenbasierten Analysemöglichkeiten für die Lastgänge. Diese Analysemöglichkeiten erlauben das Baselining, Benchmarking und das Erkennen von Strukturbrüchen (wie Einbau von Klimageräten, Mehrverbrauch von Ressourcen bei Defekten).  
     
  • Darüber hinaus wurden weitere Kennzahlen, wie zum Beispiel die gemittelte Produktion von Treibhausgasen, diskutiert. Einigkeit herrschte darüber, dass das Ziel ein spartenübergreifendes Betrachten von Lastgängen sein sollte.

Austausch geht weiter

Im Verlauf des Entwicklungsprozesses der Open-Data- und Open-Analytics-Plattform finden regelmäßig Workshops statt. Die Erkenntnisse aus den Workshops werden bei der Entwicklung der Plattform berücksichtigt.

Der erste Stakeholder‑Workshop zu „Anwendungsfällen für eine openData-Plattform“ fand im November 2020 statt. Daran schloss sich der aktuelle Workshop im Mai 2021 zum Aufbau der Plattform an. Voraussichtlich im Herbst 2021 findet der nächste Stakeholder-Workshop statt, welcher sich insbesondere um den Betrieb der Plattform sowie die Durchführung von Analysen drehen wird.

Darüber hinaus soll ein enger Austausch mit Kommunen und Energiedienstleistern stattfinden, um die Praktikabilität der Plattform zu verfeinern.

Kommunen, die ihre Energieverbrauchsdaten effizienter erfassen und auswerten möchten, können die Ansprechpartnerin im Projekt openMeter bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Jasmin Karbon, unter der Telefonnummer 0631 34371 190 oder per E-Mail jasmin.karbon(at)energieagentur.rlp(dot)de kontaktieren.