Schüler nehmen ihre Zukunft in die Hand

Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz

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„Beeindruckend“ fand die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken, „dass die Schülerinnen und Schüler der berufsbildenden Nicolaus-August-Otto-Schule ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen, indem sie etwa ein eigenes Schulprojekt zum Thema Energiesparen und Abfallvermeidung starten, Sprecherinnen und Sprecher für Nachhaltigkeit wählen oder mit ihrer Nachhaltigkeitsordnung eine Struktur für den Klimaschutz aufbauen.“ Ministerin Höfken besuchte die Schule am 02. Mai im Rahmen der ‚kommunalen Klimaschutztour‘ des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) und informierte sich über das Schulprojekt „Energie sparen und Abfall vermeiden“. Im Rahmen dieses Projektes werden Schüler als Energiespardetektive fit gemacht, die Energieeinspar- und Abfallvermeidungspotenziale aufspüren.

Wie das Projekt entstanden ist

Im November 2014 präsentierte das Regionalbüro Mittelrhein der Energieagentur Rheinland-Pfalz im Kreishaus in Bad Ems Landrat Frank Puchtler sein Programm für 2015. Angesichts der angespannten Finanzlage der Kommunen stießen besonders Projekte zur Energieeinsparung und -effizienz auf großes Interesse. Vor diesem Hintergrund initiierte das Regionalbüro Mittelrhein der Energieagentur Rheinland-Pfalz das Projekt „Energie sparen und Abfall vermeiden an Schulen durch Nutzerverhalten“. Durchgeführt wurde das Projekt in Kooperation mit den Abteilungen Zentrales Grundstücks- und Gebäudemanagement, dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung Rhein-Lahn sowie der in Trägerschaft des Rhein-Lahn-Kreises befindlichen Berufsbildenden Schule in Lahnstein.

„Energie sparen und Abfall vermeiden an Schulen durch Nutzerverhalten“ zielte darauf ab, den Energie- und Wasserverbrauch an Schulen mit Hilfe der Schüler, Lehrer und Angestellten zu senken und den Abfall zu minimieren. Darüber hinaus sollte das Projekt den Schülerinnen und Schülern den Grundgedanken des Klimaschutzes nahebringen, sie zum Energiesparen anregen, ihnen die Endlichkeit der Ressourcen verdeutlichen und für die Reduktion von Abfall im Alltag werben, insbesondere im schulischen Umfeld. Das so erworbene Wissen sollte über die Energiespardetektive und andere Multiplikatoren in die privaten Haushalte gelangen.

Ein Modellprojekt macht Schule

Das Modellprojekt „Energie sparen und Abfall vermeiden“ hat im Rhein-Lahn-Kreis Schule gemacht. An der Nicolaus-August-Otto-Schule (NAOS) in Diez ist es im August 2018 erfolgreich angelaufen. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz und die Abfallwirtschaft Rhein-Lahn haben mehr als 50 Multiplikatoren in einem Workshop für den Klimaschutz geschult. In der Vorlaufphase von August bis Oktober entwickelten diese Multiplikatoren Projektideen und Aktivitäten, die beim Diezer Projektstart im Oktober anderen Mitschülern in Anwesenheit des Schirmherren, Landrat Puchtler, vorgestellt wurden.

Inzwischen setzen auch weitere Schulen das Projekt „Energie sparen und Abfall vermeiden“ um – im Rhein-Lahn- und im Rhein-Hunsrück-Kreis. Ministerin Höfken freut’s: „Das Wort des Jahres 2018 ‚Heißzeit‘ macht klar: der Klimawandel ist auch in Rheinland-Pfalz angekommen und hat Konsequenzen für uns alle. Umso mehr freue ich mich, dass ihr in eurer Schule den Energiefressern des Alltags auf die Spur kommen wollt. Denn wir alle müssen effizienter mit unserer Energie und unseren Ressourcen umgehen, um den Klimawandel aufzuhalten“, so die Ministerin bei ihrem Besuch in Diez.