Zwei Förderaufrufe zum Ausbau der Ladeinfrastruktur gestartet

E-Auto beim Laden (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Im Rahmen der neu aufgelegten Förderrichtlinie „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 500 Mio. Euro bis Ende 2025 bereit. Ziel ist es, mindestens 50.000 Ladepunkte (davon mindestens 20.000 Schnellladepunkte) zu errichten. Am 17. und 18. August 2021 wurden bereits die ersten beiden Förderaufrufe veröffentlicht.

Erster Förderaufruf vom 17. August 2021: Neuerrichtungen

Mit dem ersten Aufruf aus der neuen Förderrichtlinie, der am 17. August 2021 veröffentlicht wurde, fördert das BMVI den Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur. Ab dem 31. August 2021 bis 18. Januar 2022 können Anträge von Unternehmen, Städten und Gemeinden, öffentlichen Einrichtungen und Privatpersonen gestellt werden. Gefördert werden rund 9.000 öffentlich zugängliche AC- und DC-Ladepunkte sowie der dazugehörige Netzanschluss mit bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Die geförderten Ladepunkte müssen öffentlich zugänglich sein und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Details zum Förderaufruf bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.

Zweiter Förderaufruf vom 18. August 2021: Nachrüstung

Ab dem 9. September 2021 bis zum 27. Januar 2022 können Unternehmen, Städte und Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und auch Privatpersonen die Nachrüstung bereits vorhandener öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur gefördert bekommen. Der Förderaufruf zielt zum einen auf die Modernisierung der Ladesäulen mit Blick auf eine höhere Ladeleistung und mehr Ladekomfort und zum anderen darauf bereits bestehende Ladeinfrastruktur für alle öffentlich zugänglich zu machen. Der Aufruf ist mit 90 Mio. Euro ausgestattet. Bereits auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene geförderte Ladeinfrastruktur ist von einer erneuten Förderung ausgeschlossen.

Details zum Förderaufruf ader Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.

Weitere Fördermöglichkeiten

In der ersten Auflage der Bundesförderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge standen von 2017 bis 2020 300 Mio. Euro zur Verfügung. Es wurden rund 30.0000 öffentliche Ladepunkte bewilligt. Knapp 13.000 davon sind bereits aufgebaut, darunter ca. 2.000 Schnellladepunkte.

Parallel zur neuen Förderrichtlinie unterstützt das BMVI den Aufbau der Ladeinfrastruktur u.a. mit den Förderprogrammen zur Ladeinfrastruktur vor Ort und für den Kauf und Installation von privaten Wallboxen. In Kürze startet außerdem das Ausschreibungsverfahren für das Deutschlandnetz mit 1.000 Schnellladestandorten sowie ein Förderprogramm für gewerblich genutzte Ladeinfrastruktur zum Laden des eigenen Fuhrparks bzw. Fahrzeuge der Mitarbeiter.

Eine Übersicht aller Förderprogramme im Bereich Elektromobilität finden Sie auf der Webseite der Energieagentur Rheinland-Pfalz.