Zuschüsse für öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos

70 Millionen Euro stellt das BMVI für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Verfügung. (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat seinen dritten Aufruf zur Förderung des Aufbaus von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur veröffentlicht. Bis zum 20. Februar 2019 können erneut Förderanträge für öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge gestellt werden. Mit dem dritten Aufruf des Bundesprogramms Ladeinfrastruktur fördert das BMVI die Errichtung von bis zu 10.000 Normal- und 3.000 Schnellladepunkten. Dafür stehen rund 70 Millionen Euro bereit.

„Mit unserem Förderprogramm Ladeinfrastruktur bringen wir Ladesäulen in die Fläche und den Strom zu den E-Autos. In den ersten beiden Förderaufrufen sind mehr als 3.000 Anträge eingegangen - ein großer Erfolg! Über 15.000 Ladepunkte konnten schon bewilligt werden“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer Pressemeldung des Ministeriums. Ein neu entwickeltes Standort-Tool hilft dabei, die vorhandenen "weißen Flecken" im Ladeinfrastrukturnetz zu beseitigen. Für die Gebiete mit besonders hohem Bedarf wurde die Förderquote bei Schnelladesäulen auf 50 % erhöht. „Das ist ein weiterer Schritt, eine flächendeckende und bedarfsorientierte Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Deutschland zu schaffen“, so Scheuer weiter.

Das Bundesprogramm Ladeinfrastruktur trifft auf eine sehr große Nachfrage. Alle in den ersten beiden Förderaufrufen eingegangenen Anträge werden bis Ende dieses Jahres beschieden sein, so das BMVI. Bisher wurden bundesweit Anträge für insgesamt 15.803 Ladepunkte, davon 13.473 Normalladepunkte und 2.330 Schnellladepunkte (in Rheinland-Pfalz sind es 749 Normalladepunkte und 210 Schnellladepunkte) bewilligt. Das entspricht einem Fördervolumen von mehr als 76 Millionen Euro. Damit wurde die Zahl der vorhandenen Ladepunkte mehr als verdoppelt.

Mit dem dritten Förderaufruf kommt erstmalig das webbasierte Standort-Tool des BMVI zum Einsatz, das Versorgungslücken im bundesweiten Ladenetz identifizieren kann. Dort fließen unter anderem Verkehrs- und Mobildaten, Nutzerdaten von Elektrofahrzeugen und sozio-ökonomische Daten ein. Mit Hilfe dieses Tools wird ein flächendeckender und nachfrageorientierter Aufbau der Ladeinfrastruktur gewährleistet.

Ziel des Bundesprogramms Ladeinfrastruktur ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen. Dafür stellt das BMVI bis 2020 insgesamt 300 Millionen Euro bereit. Private Investoren, Städte und Gemeinden können Förderanträge stellen. Die Förderung umfasst bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten und neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.‎

Weitere Infos zum Bundesprogramm Ladeinfrastruktur und zur Antragsstellung befinden sich auf der Website des Bundesverkehrsministeriums unter www.bmvi.de/foerderrichtlinie-ladeinfrastruktur.

Die Programmgesellschaft des BMVI, die NOW GmbH, hat bundesweit regionale Partner zur Unterstützung bei der Informationsbereitstellung. Ende November informierte die Energieagentur Rheinland-Pfalz als lokaler Ansprechpartner gemeinsam mit der NOW in einer Veranstaltungsreihe interessierte Kommunen und Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen unter www.energieagentur.rlp.de/elektromobilitaet.