11.09.2015

Wörrstadt setzt auf kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement

Teilnehmer dena-EKM

Am 10. September 2015 fand in der Verbandsgemeindeverwaltung Wörrstadt eine Veranstaltung zum Thema Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen (dena-EKM) statt. Wörrstadt ist eine von 16 rheinland-pfälzischen Kommunen, die am Pilotprojekt der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Energieagentur Rheinland-Pfalz seit Beginn des Jahres teilnehmen.

Das Pilotprojekt ist auf zwei Jahre angelegt und bietet den teilnehmenden Kommunen konkrete Unterstützung bei der Einführung eines Energie- und Klimaschutzmanagements.

Daria Paluch, Klimaschutzmanagerin der VG Wörrstadt, beantwortet im Interview mit der Energieagentur einige Fragen zum Hintergrund und den Beweggründen der Verbandsgemeinde, sich am Projekt zu beteiligen:

Energieagentur Rheinland-Pfalz: Frau Paluch, was hat die Verbandsgemeinde Wörrstadt bewogen, sich um die Teilnahme am Pilotprojekt „dena-EKM“ für kommunales Energiemanagement zu bewerben?

Paluch: Der Zeitpunkt zur Teilnahme am Pilotprojekt der dena und der Energieagentur Rheinland-Pfalz hätte für uns nicht passender sein können, da zeitgleich das Programm, mit dem wir den Bestand der öffentlichen Liegenschaften verwalten, um das Energiemanagement erweitert wurde. Das kommunale Energiemanagement soll fest in unseren Strukturen verankert werden, um jederzeit ineffiziente Energieverbräuche aufzudecken und gegebenenfalls nachzusteuern. Durch die Teilnahme möchten wir natürlich auch sehen, wo wir im Vergleich zu anderen Gemeinden in Rheinland-Pfalz stehen.

Welche Rolle spielen die Energieagentur Rheinland-Pfalz und die dena dabei?

Paluch: Die Energieagentur RLP und die dena begleiten nicht nur den Umsetzungsprozess in den teilnehmenden Gemeinden, sie stehen den Gemeinden auch stets fachlich zur Seite. Die Teilnahme an den regelmäßigen Terminen und der Austausch mit anderen Kommunen ist für uns ein Antrieb, das kommunale Energiemanagement voranzutreiben.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung für Wörrstadt und wie gehen Sie damit um?

Paluch: Die größte Herausforderung wird es sein, regelmäßig die Datenerhebung der Verbräuche  durchzuführen; nur mit den konsequent gesammelten Daten und der anschließenden Auswertung können die Maßnahmenableitung und deren Umsetzung erfolgen.

Abschließend noch eine Frage: Das Projekt bedeutet offensichtlich viel Arbeit für Sie und die Kollegen der VG – was ist der positive Mehrwert, den das Projekt langfristig für die Verwaltung und die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringt?

Paluch: Ein gut funktionierendes Energie- und Klimaschutzmanagement bringt nicht nur den Mehrwert, alle Informationen an einer Stelle zu bündeln, sondern es erleichtert auch die tägliche Arbeit. Zudem bedeutet Energieeffizienz auch Kosteneinsparung. Ein positiver Nebeneffekt ist es aber auch, dass die Teamarbeit gestärkt und der Austausch der Mitarbeiter untereinander gefördert wird. Natürlich streben wir auch die Zertifizierung als sogenannte „dena-Energieeffizienz-Kommune“ an. Damit setzen wir als Verbandsgemeinde ein Zeichen als Vorreiter in Rheinland-Pfalz und erfüllen gleichzeitig auch unsere Vorbildfunktion gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.