Wallboxförderung erneut aufgestockt

Die sehr erfolgreiche Förderung privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden wird noch einmal um weitere 100 Mio. Euro aufgestockt und damit erneut verlängert. Insgesamt steht nun eine halbe Milliarde Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Bislang sind rund 385.000 Anträge für rund 470.000 Ladepunkte eingegangen. Mit einem Zuschuss von 900 Euro werden der Kauf und die Installationen der sogenannten Wallboxen unterstützt.

Die Förderung "Ladestationen für Elektroautos - Wohngebäude" (KfW-Programm 440) startete am 24. November 2020 mit 200 Mio. Euro und wird nun zum dritten Mal aufgestockt. Der Grund für die dritte Erhöhung ist das nach wie vor hohe Antrags-Aufkommen. Allerdings scheint sich das Tempo etwas verlangsamt zu haben – zwischen der ersten Erhöhung auf 300 Mio. Euro und der zweiten Erhöhung auf 400 Mio. Euro lagen im Februar 2021 nur zwei Wochen. Jetzt sind immerhin 9,5 Wochen vergangen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter „Wie wird gefördert?“) an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:

  • die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW (Liste förderfähiger Modelle) verfügt,
  • der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
  • die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss des Vorhabens auf das Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden. Dies muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)

Alle Details im Merkblatt zur Wallbox-Förderung.

Seit der zweiten Erhöhung des Förderprogramms für private Ladepunkte hat das BMVI zudem noch das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ gestartet. Hier werden mit einem Budget von 300 Millionen Euro öffentliche Ladepunkte an Supermärkten, Hotels, Restaurants, Schwimmbädern oder Sportplätzen gefördert.

Informationen zu Förderprogrammen im Bereich Elektromobilität finden Sie auf unserer Förderübersicht.