Förderprogramm für private Ladestationen erneut aufgestockt

Seit dem 24. November 2020 fördert der Bund Kauf und Installation privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden. 900 Euro Zuschuss gibt es pro Ladepunkt. Zwei Wochen, nachdem das Bundesverkehrsministerium das Fördervolumen für private Wallboxen auf 300 Mio. Euro aufgestockt hatte, hat das Ministerium das Budget um weitere 100 Mio. Euro erhöht – auf jetzt 400 Mio. Euro. Das Antrags-Aufkommen sei nach wie vor hoch.

Mit der Aufstockung zum 11. Februar 2021 standen insgesamt 300 Mio. Euro zur Verfügung. Da aber inzwischen mehr als 300.000 Anträge auf die Förderung eingegangen sind, sind bei 900 Euro Förderung je Ladepunkt rechnerisch schon 270 Mio. Euro des Budgets vergeben. Mit der erneuten Aufstockung auf 400 Mio. Euro können somit 444.444 Ladepunkte gefördert werden.

„300.000 Wallboxen in gerade mal gut drei Monaten – diese enorme Nachfrage zeigt, dass wir goldrichtig liegen mit unserem Förderprogramm“, sagt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. „Mein Dank gilt Olaf Scholz, der uns weitere 100 Mio. Euro zur Verfügung stellt, damit wir unsere Wallbox-Förderung fortsetzen können.“ Eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur sei Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf klimafreundliche E-Autos umsteigen, so Scheuer. Deshalb seinen auch weitere Förderprogramme zur Errichtung von öffentlicher Ladeinfrastruktur geplant.

Das Förderprogramm "Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude (Zuschuss 440)"

Wichtig: Der Antrag für das Programm „Zuschuss 440“ bei der KfW muss vor dem Kauf der Wallbox gestellt werden und die Wallbox muss auf der Liste der förderfähigen Modelle stehen, die auf der Website der KfW zu finden ist.

Die Förderung kann sowohl von Eigenheim-Besitzerinnen und -Besitzern als auch von Mietenden und Vermietenden in Anspruch genommen werden. Im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium aufgesetzten Programms werden steuerbare 11-kW-Wallboxen mit den genannten 900 Euro pauschal gefördert, sofern diese mit Ökostrom betrieben werden. Zwar ist es möglich, eine Ladestation mit mehr als 11 kW anzuschaffen, jedoch muss diese auf 11 kW gedrosselt werden. Hier nochmal alle Details zu den Voraussetzungen des Förderprogramms.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte das Förderprogramm für private Ladepunkte Anfang Oktober angekündigt, als er die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur eröffnete. Seit dem 24. November sind die Anträge bei der KfW möglich. Dass das Interesse groß war, hatte sich bereits kurze Zeit später gezeigt: Die KfW-Server hielten an jenem 24.11.2020 dem Andrang nicht Stand.

Weitere Informationen zu aktuellen Fördermitteln für alternative Antriebe finden Sie auf unserer Fördermittelübersicht.